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20 Jahre ehrenamtlicher Besuchsdienst in Diespeck gefeiert

"Der Schatz der Diakonie" - Festgottesdienst in der Johanneskirche - 27.09.2017 18:44 Uhr

Den im Besuchsdienst wirkenden Ehrenamtlichen galt beim Jubiläum viel Anerkennung. © privat


Die Landtagsabgeordneten Gabi Schmidt, Harry Scheuenstuhl und Hans Herold auch in Vertretung des Landrats, sowie Diespecks Erster Bürgermeister Christian von Dobschütz betonten in ihren Grußworten die Bedeutung und Wichtigkeit des ehrenamtlichen Dienstes im Diakonieverein. Auch Bürgermeister Gerhard Eichner sowie Pfarrerin Schorn und Pfarrer Müller aus Gutenstetten und Münchsteinach gratulierten zum Jubiläum. 

Freude, für andere da zu sein

Dieses zeige, dass sich der Mut, Neues zu wagen auszahle, führte Vorsitzende Angelika Henning aus. Angefangen habe es mit Überlegungen, wie man Menschen, die etwa durch Krankheit oder ihr Alter von der Teilhabe am öffentlichen Leben ausgeschlossen sind, ein Stück Lebensqualität schenken kann. "Die Suche nach Menschen, die bereit waren, benachteiligten Mitmenschen Zeit und Ohr zu schenken, war nicht einfacher als heute". Der Bedarf sei nicht weniger, sondern mehr geworden. Bedingt durch den demographischen Wandel und die zunehmende Mobilität, gebe es immer mehr Menschen ohne Angehörige in der Nähe. "Aber es fanden und es finden sich Ehrenamtliche, denen es Freude bereitet, für andere da zu sein".

Nach der Schilderung von Angelika Henning engagieren sich Frauen und Männer für pflegebedürftige, alte, kranke und behinderte Menschen. Im Mittelpunkt stehe das Gespräch mit den Menschen und ihren Angehörigen. Dadurch solle die Teilhabe am sozialen Leben der eingeschränkten Personen bestmöglich erhalten bleiben. Gemeinsame Spaziergänge, Begleitung beim Einkaufen, aus der Zeitung vorlesen, gemeinsam in die Kirche, oder - für viele sehr wichtig - auf den Friedhof gehen seien Angebote des Besuchsdienstes.

Einige Besuchsdienstmitarbeiter seien auch qualifiziert, um an Demenz erkrankte Menschen zu begleiten und gäben damit den Angehörigen die Möglichkeit, sich eine Auszeit zu nehmen. Dies sei sehr wichtig, um die Aufgabe auf Dauer überhaupt leisten zu können. Für die Besuchsdienstmitarbeiter gibt es die Möglichkeit zum Austausch, in schwierigen Situationen Hilfe zu holen und an Fortbildungen der Fachstelle für pflegende Angehörige in der Zentralen Diakoniestation Neustadt/Aisch teilzunehmen. Deren Leiterin Kluge, die von 1997 bis 2009 die Ehrenamtlichen von der Fachstelle für pflegende Angehörige begleitete, bezeichnete die Ehrenamtlichen als "Schatz der Diakonie, denn ohne diese würden die Sonnenstrahlen im Alltag vieler Menschen fehlen".

Seit 20 Jahren engagieren sich im Besuchsdienst Angelika Hennig, Maria Lorenz, Renate Anselstetter, Monika Strauss und Christine Rausch. Außerdem sind momentan Trautlinde Schlegel, Marianne Meyer, Marianne Seitz, Heidi König, Gertrud Mertel, Sigrid Pfänder, Gudrun Jenne, Ursula Berbig und Gisela Werner engagiert. 

nb

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