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30 Jahre Eulenschutz in der Region

Sitzung der LBV-Gruppe feiert Jubiläum und informiert über Vogelbestand - 18.04.2017 16:02 Uhr

Bei einer Sitzung der Eulengruppe dankte LBV-Kreisvorsitzender den Mitgliedern für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz. © oh


Vor 30 Jahren wurde auf Landkreisebene die Eulengruppe im Landesbund für Vogelschutz von acht Mitgliedern gegründet. Fünf von ihnen trafen sich jetzt zu einer Sitzung. Bei dieser erinnerte LBV-Kreisvorsitzender Herbert Klein an die Gründungsversammlung am 19. Februar 1987 in Weigenheim.

Das seinerzeit gesteckte Ziel, die vom Aussterben bedrohten Arten Schleiereule und Steinkauz zu erhalten, konnte nur teilweise erreicht werden. Trotz der Ausbringung von mehreren Hundert Nisthilfen in geeignet erscheinenden Lebensräumen konnte der Niedergang der Steinkauzpopulation von etwa 25 Paaren auf aktuell nur noch ein Paar zwar gebremst, aber nicht aufgehalten werden, berichtete Klein.

2001 war Rekordjahr der Schleiereule

Bei den Schleiereulen ging es zunächst stetig mit dem Bestand bergauf. Der Höhepunkt wurde 2001 mit mindestens 106 näher kontrollierten Brutpaaren und 855 flüggen Jungen erreicht. Derart hohe Vorkommen gab es danach auch in mäusereichen Jahren nicht mehr und wird es wohl wegen der veränderten Lebensraumbedingungen nicht mehr geben. Die Population sank wieder ab. Im mäusearmen und verlustreichen Jahr 2006 auf 13 Brutpaare mit 20 ausfliegenden Jungen. Im vergangenen Jahr waren es 38 Brutpaare mit 136 flüggen Jungen.

Der Bestand der häufigeren heimischen Arten, wie Waldkauzes, dem Vogel des Jahres 2017 und der Waldohreule, wird nicht systematisch erfasst, da die Ermittlung sehr aufwendig ist, ließ Erwin Taube wissen. Von der kleinsten Eule im Landkreis, dem Sperlingskauz liegen spärlichen Brutnachweise aus dem südlichen Steigerwald schon einige Jahre zurück. Danach vernahm man nur noch seltenen Lautäußerungen von ihm.

Uhus fliegen wieder

Noch rarer ist der ebenfalls zu den Kleineulen zählende Rauhfußkauz. Dessen Ruf wurde in den zurückliegenden Jahren nur ganz vereinzelnd gehört. Erfreulicher stellt sich nach Mitteilung der LBV-Eulengruppe die Situation beim Uhu, der größten Eule, dar, war er doch über lange Zeit im Kreis verschollen. Nach einem ersten Brutnachweis im Jahr 2002 stieg der Bestand kontinuierlich auf derzeit circa 15 bis 20 besetzte Reviere im Landkreis an, leider mit geringem Bruterfolg.

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Herbert Klein den erschienenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz und die über viele Jahre engagierte Mitarbeit im Eulenschutz. 

nb

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