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„Schach matt“ hat bei dem Turnier eine doppelte Bedeutung, denn bis zu 38 Grad in der Halle „machen schon zu schaffen“. Doch beklagt dies der Veranstalter nicht, sondern ist von den Bedingungen für das seit 1933 einmal im Jahr quer durch die Republik stattfindende Turnier ebenso begeistert, wie vom Rahmenprogramm und den vielfältigen Möglichkeiten der Begleitpersonen, in und um Neustadt eine Urlaubswoche zu genießen.
Walter Winkler, Zweiter Vorsitzender des Neustädter Schachclubs, hatte schon bei der Eröffnung der „NeuStadtHalle am Schloss“ vor drei Jahren die Idee, hier einmal das Schachturnier des Bahnsozialwerkes durchzuführen. Um genügend Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten, wurde dafür die Urlaubszeit mit den freien Übernachtungskapazitäten in der Verwaltungsschule gewählt. Im Teilnehmerfeld sind wahre Meister des königlichen Spiels, die sich mit dem Sieg in Neustadt für internationale Turniere qualifizieren können.
Auch in einer „Vormeisterklasse“ oder einer „Seniorenklasse“ geht es um die beste Strategie, den Gegner am Brett „matt zu setzen“. Eben diese Strategie - mache bei einfachen Regeln - dieses Spiel so ungeheuer spannend, erklärte einer der Teilnehmer am Rande des Geschehens, das von Ruhe und Konzentration geprägt ist. Bis zu fünf Stunden kann sich eine Partie hinziehen, von denen jeden Tag eine gespielt wird. Beim „Blitzschach“ ist die Zeit von fünf bis maximal 20 Minuten begrenzt, beim „Schnellschach“ von zehn Minuten bis einer Stunde.
Der gastgebende Schachverein ist mit vier Spielern an den Brettern. Von 18 bis 89 Jahre reicht die Altersspanne bei diesem Sport, für den man sich eine Belebung gerade der Jugend erwartet. In den Ganztagsschulen werde vermehrt auch Schach angeboten, war es beim Turnier zu erfahren. Dessen Sieger in mehreren Altersklassen werden am Samstagabend im Rahmen einer Abschlussveranstaltung geehrt.
Bei der wird der Schachverein Neustadt nicht nur Anerkennung für die Organisation des Turniers erfahren, sondern auch für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Stadtführung, Wirtshaussingen, Rothenburg-Trip, Bierfest und Weinprobe mit Ipsheims ehemaliger Weinkönigin Miriam und Marcus Meier aus Ulsenheim, für die am Wochenende die Hochzeitsglocken läuten.
Der Hochsommer lockte zudem in das Waldbad oder zu Ausflügen in den Stadtpark, wovon Begleiterinnen der Schachspieler ebenso schwärmten, wie von romantischen Spaziergängen durch die Altstadtgassen oder der Atmosphäre in Straßencafés und Biergärten. So hat sich Neustadt nicht nur als ausgezeichneter Turnier-, sondern auch als Urlaubsort erwiesen, „den man gerne weiter empfehlen wird“.
In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.
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