Mittwoch, 26.09.2018

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"Aischtal-Figurenbeuten-Weg" bekommt ein neues Highlight

In Diespeck entsteht weiteres Kunstwerk von Birgit Jönsson - 16.10.2013 20:00 Uhr

Die Künstlerin Birgit Jönnson (r.) stellte mit einem Gipsmodell Bürgermeister Helmut Roch (l) und Rektorin Karin Dornauer vor, wie sie sich den Aischgründer Teichwirt vorstellt, den sie als Figurenbeute aus einem drei Meter hohen Eichenstamm (im Hintergrund) gestalten wird. © Harald Munzinger


Das hat dann einen doppelten Werbeeffekt: Einmal für das Aischtal und seine weithin bekannte Fischspezialität, zugleich aber auch für die Bienen, was der Nürnberger Künstlerin Birgit Jönsson ein besonderes Anliegen ist. Sie hat sich der alten Volkskunst aus Osteuropa verschrieben und schon viele der “Bienenhäuser zum Schwärmen“ in Deutschland, in europäischen Ländern sowie in Fernost geschaffen.

Kleine Serie wird erweitert

Eine kleine Serie entstand inzwischen im Einzugsgebiet der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Aischgrund, die nun - ebenfalls mit europäischer Förderung - in Diespeck um ein Objekt ergänzt wird. Zudem soll dem Forscher Steller in Bad Windsheim eines dieser funktionellen Denkmale gesetzt werden, so dass sich die Werbung für einen “Aischgründer Figurenbeutenweg” anbietet.

Warum nicht ein “europäischer”, wird der Gedanke auch im Hinblick auf fränkisch-polnische und französische Partnerschaften weitergesponnen, zumal sich im Osten ebenso kunstvolle geschaffene Figurenbeuten befinden, wie aus der Jönnsen‘schen Werkstatt in Frankreich.

Freiluft-Atelier im Schulhof

Doch jetzt ist zunächst der Fokus auf den Diespecker Schulhof gerichtet, in dem Birgit Jönsson einen drei Meter hohen Stamm einer hundertjährigen Eiche aufgestellt und die 60 Zentimeter starke Säule auch schon vor interessiertem Schülerpublikum entrindet hat. So sind die Vorbereitungen für ihre künstlerische Arbeit mit zunächst schwerem Werkzeug getroffen. Mit Kettensäge und Axt geht es an den “Rohling”, der nach und nach die Form eines Teichwirts mit einem kapitalen Karpfen auf den Armen annehmen wird. Spielt das Wetter mit, könnte die Figurenbeute Ende November fertig sein, sich die Arbeiten aber auch noch in den Dezember ausdehnen.

Sind sie abgeschlossen, wird der Teichwirt mit dem weiß-blauen Hemd und Karpfen im leuchtenden Blattgold seinen Platz neben dem Diespecker Informationspavillon am Aischtalradweg einnehmen. Ein guter Standort, der sowohl Informationen zur Symbolik der Figur und ihren praktischen Nutzen als Bienenstock ermöglichen würde - und Hinweise auf die weiteren Figurenbeuten in Neustadt, Uehlfeld, Lonnerstadt und Vestenbergsgreuth.

Rektorin begrüßt die Aktion

Bis dahin freut sich Rektorin Karin Dornauer darüber, dass ihre Schülerinnen und Schüler die Arbeiten verfolgen können - wozu auch jeder Bürger eingeladen ist - und damit sowohl der Bezug zur Teichwirtschaft wie zur Imkerei hergestellt wird und zur alten Volkskunst der Figurenbeuten. Auch die Workshops, die sich insbesondere für die offene Ganztagsschule anbieten, begrüßt Dornauer, die Birgit Jönsson alle Voraussetzungen für ihre Arbeit im Freiluftatelier und auch den Schutz vor Regen oder “Wärmestube” bieten kann, wenn es weiter in den Winter geht.

Als einen Vorteil ihrer Arbeit vor Ort bezeichnete es die Holzbildhauerin, dass seit 20 Jahren die von ihr gefertigten Figurenbeuten von Beschädigungen verschont blieben. Im Sockel des Teichwirtes sieht die Künstlerin das Diespecker Gemeindewappen sowie einen Spruch vor, wofür sich Betrachtungen von LAG-Projektmanager Dr. Harald Weigand über den Aischgründer Karpfen anbieten. Bis es soweit ist, wird noch viel Wasser durch das Aischtal fließen und viele Späne durch den Diespecker Schulhof fliegen.

  

Harald J. Munzinger

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