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Freitag, 16.11.2018

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BRK-Kreisverband hat in Neustadt sieben neue Rettungssanitäter

Eine wertvolle Verstärkung - Urkunden wurden überreicht - 22.08.2018 16:23 Uhr

BRK-Kreisvorsitzender Harry Scheuenstuhl und Geschäftsführer Ralph Engelbrecht (v. l.) überreichten mit stellvertretendem Rettungsdienstleiter Henning Schmidt (2. v. r.) die Urkunden an die neuen Rettungssanitäter. © Harald Munzinger


Fünf der "Neuen" wünschten sie stets Erfolg bei ihrer verantwortlichen Tätigkeit für die Mitmenschen im Landkreis und stets ein "gutes Zurückkommen", einer befand sich im Einsatz, ein weiterer im Urlaub. 520 Stunden unterzogen sich die sechs Männer und eine junge Frau der intensiven Ausbildung zum Rettungssanitäter, davon je 160 Stunden in Theorie, in der Klinik auf verschiedenen Stationen und in der Rettungswache mit dem Abschlusslehrgang. Zudem musste der C1 Führerschein erworben werden, wie Henning Schmidt Einblick in die Herausforderungen gab, denen sich die neuen Rettungskräfte "recht sportlich" in nur vier Monaten (regulär 12) stellten.

BRK-Kreisgeschäftsführer Ralph Engelbrecht zeigte sich bei der Übergabe der Urkunden "glücklich mit dieser Lösung", da "der Fachkräftemangel auch das BRK eingeholt" habe. Eingesetzt werden die Rettungssanitäter als qualifizierte Betreuer in den Krankentransportwagen und stellen als Fahrer von Rettungsfahrzeugen eine wertvolle Ergänzung der Notfallsanitäter dar. Im Herbst werden vier weitere Rettungssanitäter ausgebildet, dann der Anteil der weiblichen Kräfte höher sein, kündigte Engelbrecht an. 

50 Prozent mehr Einsätze

Da gute Kräfte ständig gebraucht würden, begrüßte er die eigene Ausbildung, zu deren erfolgreichem Abschluss der BRK-Kreisvorsitzende Harry Scheuenstuhl gratulierte und für die Bereitschaft dankte, sich mit großem Engagement und Pflichtbewusstsein in den Dienst am Mitmenschen zu stellen. Da sich in den letzten Jahren die Zahl der Einsätze um 50 Prozent erhöht habe, jene der Rettungsmittel aber nur um 12 Prozent, betonte er die Notwendigkeit, "dass hier nachgelegt werden muss". Seine BRK-Erfahrungen könne er dazu gut einbringen.

Mit Kreisgeschäftsführer Engelbrecht unterstrich Scheuenstuhl das stete Bemühen beim BRK, hohe Qualitätsstandards zu halten. Bei hoher Arbeitsbelastung sei guter Nachwuchs nötig. In den letzten drei Jahren hat der Rettungsdienst im Landkreis um zehn auf 74 Kräfte verstärkt werden können. "Bei uns kann keine Schicht ausfallen" wurde der Bedarf einer ausreichenden Reserve betont.

Als Schreiner, Elektriker, Produktionsfachkraft, Chemielaborantin oder Zimmerer und Berufskraftfahrer hatten die neuen "Sanis" zuvor gearbeitet und überwiegend über ehrenamtliches Wirken beim Roten Kreuz die Leidenschaft zur Hilfe entwickelt, in ihrem jetzigen Beruf eine Berufung gefunden. 

Harald J. Munzinger

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