Mittwoch, 26.09.2018

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Das Schönste zum Glück: Frühlingskonzert in Diespeck

Der örtliche Musikverein bekundete beschwingt seine Liebe zur Musik - 19.03.2018 17:58 Uhr

Der Musikverein Diespeck gestaltete sein Frühlingskonzert im Zeichen traditioneller Blasmusik. © Wolfgang Schniske


Eröffnet wurde der Abend mit dem "Mars der Medici" aus der Feder des Niederländischen Komponisten Johann Wichers.

Vorsitzender Peter Lang hieß in gewohnt herzlich frischer Art und Weise das Publikum in der voll besetzten Halle des Diespecker Sport- und Gemeindezentrums willkommen und nach dem "Fest der Blasmusik", einer Polka von Julian Hölzl und Michael Kuhn, nahm der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes Rainer Endreß Ehrungen langjährig aktiver Musikerinnen und Musiker vor.

"Das schönste was es gibt zum Glück, ist die Liebe zur Musik!", so zitierte Endreß zu Beginn seiner kurzen Ansprache den Blasmusikexperten Georg Ried. Dass dies in Diespeck nicht nachgelassen habe, sondern sogar noch gesteigert werden konnte sei zum einen der Verdienst von Vorstandschaft und Dirigent, zugleich aber auch der aktiv Musizierenden.

Auszeichnungen für lange Mitgliedschaften

So konnte der Kreisvorsitzende Manuela Kapp für zehn und Martina Schmid für 20 Jahre aktives Musizieren auszeichnen. Für mittlerweile 40-jährige Aktivität als Musiker wurde Frank Sünkel geehrt und Walter Thomas erhielt für seine mittlerweile 50 Jahre andauernde aktive Musizier- und Dirigiertätigkeit sogar die goldene Ehrennadel.

Den musikalischen Blumenstrauß erhielten die Geehrten sogleich vom Musikverein mit dem Walzer "Rosen so rot" des böhmischen Komponisten Karel Vacek. Böhmische Klänge schlossen sich mit der "Stupava-Polka" an, bevor die Musikerinnen und Musiker mit dem "San Angelo"-Marsch zu einem musikalischen Sprung nach Texas ansetzten.

Wieder zurück in Europa, genauer gesagt Böhmen, zeigte Simon Hahn, der das Publikum gemeinsam mit Anna-Magdalena Frühwald ebenso kurzweilig wie charmant durch den Abend führte, wie sehr Musik die Fantasie beflügeln kann: In seiner Interpretation war es doch der Musiker im Dorf, der mit seiner "Marta Polka" das Herz der gleichnamigen Schönheit für sich gewinnen konnte.

Polka, Walzer und Konzertmarsch

Mit "Egerland – Heimatland" wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer in die gut 20-minütige Pause verabschiedet, aus der sie das Trompetensignal des "Florentiner Marsch" wieder in den Saal geleiten sollte. Auch im zweiten Teil des Abends überwog die böhmisch-mährische Blasmusik und mit Kompositionen wie "Vlado spielt auf", "Letztes Abendrot" und "Laridah" reihten sich Polka, Walzer und Konzertmarsch zu einem in sich stimmigen Programm aneinander, das der Musikverein letztendlich offiziell mit dem "Egerländer Liedermarsch" ausklingen ließ.

Allerdings durfte sich das Publikum noch über einige Zugaben freuen (darunter natürlich der "Böhmische Traum"), die einen wunderbar unterhaltsamen Konzertabend beendeten – obgleich man am Sonntagmorgen eher an ein Winter- als an ein Frühlingskonzert zurückdenken sollte. 

wos

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