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Diespeck: Neues Wertstoffzentrum geht in Betrieb

Eigene Zone für Kleinanlieferer - 13.04.2017 18:12 Uhr

Betriebsleiter Jochen Zellner zeigte den zahlreichen Teilnehmern bei der Führung durch das neue Wertstoffzentrum die übersichtlich ausgeschilderten Stationen für die diversen Fraktionen. © Harald Munzinger


Diese Gelegenheit nahmen viele Teilnehmer bei zwei Führungen durch Betriebsleiter Jochen Zellner wahr. Er wird auch am Montag, 24. April, ab 17 Uhr noch einmal über das rund 5000 Quadratmeter große Areal für die Kleinanlieferer führen, das der "Energie- und Versorgungsanlage“ (EVA) des Landkreises vorgelagert ist. Mit veranschlagten 2,1 Millionen Euro eingerichtet, trennt das "WSZ" künftig private Anlieferer vom Deponiebetrieb, womit bisherige Komplikationen und mit ihnen verbundenen Gefahren vermieden werden, wie dies Jochen Zellner erleichtert erläuterte.

Er wies die Besucher der Führungen als "Multiplikatoren" in das System des neuen Wertstoffzentrums ein, dass schon mit der Teilung der Verkehrsströme zur kostenfreien beziehungsweise kostenpflichtigen Abfallannahme auf zwei Fahrspuren beginnt. Rechts hält sich künftig, wer Gipsabfälle, verwertbaren oder nicht verwertbaren Bauschutt, behandeltes oder unbehandeltes Altholz, groß- oder kleinteiligen Sperrmüll kostenpflichtig anliefert. Dafür sind Rampen mit der Kennzeichnung der diversen Abfälle angelegt.

Alte Anlage bleibt geöffnet

Ebenfalls in diese Zone fährt, wer Rindenmulch, Kompost, Pflanz- oder Blumen-, Balkon- oder Kübelpflanzenerde lose oder als Sackware abholen möchte. Bei der Zufahrt werden an einem Infohäuschen die Fraktionen erfasst, entsprechende Laufzettel und Zahlkarten ausgegeben. Bezahlt wird an einem Kassenautomaten bar (von der 50 Cent-Münze bis zum 100 Euroschein) oder mit Scheckkarte, der auch die Münze zur Öffnung der Schranken auswirft. Sperrmüll dürfe nur mit einem vom Landratsamt ausgestellten Anlieferschein zum Wertstoffzentrum gebracht werden, wobei Jochen Zellner die bis zu fünf Kubikmeter kostenlose Abholung vor Ort empfahl.

Der kleine Wegweiser leistet gute Dienste bei der Zuordnung zur farblich markierten kostenlosen oder kostenpflichtigen Annahme. © Harald Munzinger


Zumal nur Personenwagen mit Anhänger und Kleintransporter das Areal befahren dürfen. Größere Fahrzeuge würden auf die alte Anlage verwiesen, die nur von Montag bis Freitag in Betrieb ist. Auch wenn das neue Wertstoffzentrum auch Samstag von 8.30 bis 14 Uhr geöffnet sei, riet der Betriebsleiter "sich gut zu überlegen, ob man sich den samstags zu erwartenden Stau antun" wolle. Unter der Woche sind die Anlieferungen Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag jeweils von 8.30 bis 12.30 und 13.30 bis 16 Uhr, donnerstags von 13.30 bis 18.30 möglich. Der "Altbereich" ist Montag bis Freitag von 8.30 bis 11.45 und 13 bis 15.30 Uhr geöffnet.

Linke Spur zur kostenfreien Annahme

Die linke Spur führt zur kostenfreien Annahme im Wertstoffhof – leere Verpackungen und E-Schrott - in gewohnter Weise. Für die Entsorgung von Altmetall, Papier, Folien und Gartenabfälle stehen Container in übersichtlich zugewiesenen Zonen bereit. Problemabfälle nehmen Mitarbeiter des Wertstoffzentrums entgegen. Sie dürften auf keinen Fall vor dieser Annahmestelle abgestellt werden, mahnten Betriebsleiter Jochen Zellner und der für diese Fraktion zuständige Sachgebietsleiter Marcus Wehr eindringlich, die beide auch auf die Frage der Besucher eingingen.

Sie machten dabei unter anderem deutlich, dass das Wertstoffzentrum nicht mit Lkw’s, Traktoren oder Containerfahrzeugen befahren werden dürfe. Diese Trennung werde mit der Umstrukturierung konsequent umgesetzt. "Hiermit geht eine deutliche Serviceerweiterung durch die großzügigeren Öffnungszeiten des neuen Wertstoffzentrums einher", betont die Abfallwirtschaft, die einen "Leitfaden für Kleinanlieferer" bereithält, in dem ein Lageplan die Orientierung im weitläufigen Gelände erleichtert.

Am "WSZ" können Privathaushalte aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim die dort zugelassenen Abfälle und Wertstoffe in den zugelassenen Mengen ebenso anliefern wie gewerbliche Kleinanlieferer, lautet die Faustregel. Nicht angenommen werden asbesthaltige Anfälle wie Eternitplatten, künstliche Mineralfasern wie Mineral-, Glas- und Steinwolle sowie landwirtschaftliche Folien. Im Gelände sind kostenfreie und kostenpflichtige Annahmen (beziehungsweise Abgaben) farblich markiert. Grün kostet nichts, bei Rot geht’s zur Kasse! Aufgrund des Umzugs in das neue Wertstoffzentrum bleibt der Wertstoffhof Dettendorf am Montag, 24. April, geschlossen. 

Harald Munzinger

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