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Erste Bilder: Kirchweih in Emskirchen ist eröffnet

Prosit auf friedliches Fest - Fünf Tage lang Traditionspflege - 25.08.2018 18:44 Uhr

Der Kirchturm von St. Kilian ragt über Emskirchen, das die Kirchweih mit dem traditionellen Festzug eröffnete. © Harald Munzinger


Gute Tradition ist es in Emskirchen, dass der Posaunenchor vor der evangelischen Kirche zu deren Weihefest aufspielt und im Wechsel mit dem Musikzug und mit dem großen Chor der Gäste die Instrumente zu Ehren Gottes erklingen lässt. Vor dem von zahlreichen Menschen gesäumten Gotteshaus machte der Festzug einen Stopp, den nach altem Brauch die Bürgerwehr anführte und kleine wie große Ortsburschen ihre Fichten zum Festplatz geleiteten. Die nahen Landtags- und Bezirkstagswahlen schlugen sich in den Reihen der Ehrengäste nieder.

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Bürgerwehr, Böllerschüsse und Bieranstich: Kirchweih in Emskirchen

Emskirchen feierte mit großer Gästeschar den Auftakt der 227. Kirchweih. Petrus sorgte dabei für angenehme Temperaturen, der Posaunenchor vor dem "Geburtstagskind St.Kilian" für festliche Stimmung und der Kirchweihplatz für Spaß, der bis Dienstag allen Generationen geboten ist.


Seit 15 Jahren pflegt Uli Feuchtmann nun schon mit den Kids das Aufstellen der kleinen Fichte, was die Freude daran weckt, auch einmal in den Reihen der Ortsburschen die Kerwafichte „in den Himmel zu stemmen“. 27 Meter ragte diese stolz über das Festgelände, nachdem der stattliche Stamm mit der geschmückten Krone behutsam aufgerichtet worden war. Dies bei dem sehr trockenen Holz ausgezeichnet gemacht zu haben, lobte sie nach dem anerkennenden Applaus zahlloser Schaulustiger und den Salutschüssen auf das "Geburtstagskind" Bürgermeister Harald Kempe.

Dem schallte vom "Ortsburschenchor" ein gewaltiges „das war Spitze“ entgegen, als er mit sicheren Schlägen den Zapfhahn ins Festbierfass trieb und den speziellen Kerwasud in die Maßen schäumen ließ. Kempe beschwor dabei „die soziale Verantwortung im offenen und lebendigen Emskirchen“ und beklagte, dass sie offenbar in Zeiten der sogenannten sozialen Netzwerke nicht mehr selbstverständlich sei. Nach den jüngsten Ereignissen in Altschauerberg rief er unter aufbrausendem Beifall ins Festzelt, dass sich die Gemeinde nicht zerstören lasse, was die Eltern und Großeltern aufgebaut hätten.

Altschauerberg weiter im Blick

Kempe würdigte die Unterstützung durch den Landkreis und den großartigen Einsatz der Polizei, die auch in diesen Tagen ein wachsames Auge auf den Ortsteil richtet. Schließlich ist nicht auszuschließen, dass Einzelpersonen oder auch Gruppen das Kirchweihspektakel nutzten, um in Altschauerberg aktiv zu werden. Warum man dieser Eskalation in der "Youtube-Szene" so lange zugesehen habe und wer den Einsatz der Sicherheitskräfte bezahle, war Thema an vielen Biertischen.

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Der "Drachenlord" hat Altschauerberg im Griff. Hunderte versammelten sich zu einer Hass-Demo in dem kleinen Örtchen, trotz eines Verbotes des Landratsamtes. Die Polizei riegelte das Dorf ab, auch um Anwohner zu schützen.


Der Bürgermeister freute sich unterdessen über die große Besucherschar gleich zu Beginn des 227. Weihefestes von St. Kilian. In der galt sein besonderer Gruß Gästen aus Politik und Wirtschaft, Behörden und Institutionen, aus Schule und regem Emskirchner Vereinsleben, allen voran den Ortsburschen, die sich engagiert in die Festvorbereitungen eingebracht hatten. Auch an die ausländischen Mitbürger, die in Emskirchen eine neue Heimat gefunden hätten, richtete Kempe den Willkommensgruß zum unbeschwerten Feiern.

Am Sonntag, 26. August, lud er um 10 Uhr zum Festgottesdienst in die St. Kilianskirche ein. Am Montag richten die Ortsburschen und -madli um 14 Uhr den "Betzentanz aus". Die Schützengesellschaft veranstaltet traditionell ihr Kirchweih- und Bürgerschießen und am Dienstag stehen die Jüngsten beim Kinderfest im Mittelpunkt, ehe ab 22.15 Uhr mit einem Prachtfeuerwerk der Kirchweihzauber endet. 

Harald J. Munzinger

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