Montag, 24.09.2018

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"Franken-Helau" feiert Premiere im Landkreis Neustadt

Narrisches Treiben nach dem Motto "Mittelfranken springt im Dreieck" - 28.12.2017 17:44 Uhr

Das erste "TV-Dreigestirn" Emskirchen, Ipsheim und Markt Bibart aus Westmittelfranken – vertreten durch Bernd Rauscher, Philipp Ballhorn, Jochen Prinzkosky. Stephan Kreuzer sowie Uwe und Sabine Wittmann (v. l.) – lässt "Mittelfranken im Dreieck springen". © Harald Munzinger


Erstmals zeichnen die BR-Fernsehkameras eine bunte Narrenshow mit viel Temperament und Witz im westlichen Mittelfranken auf und ein Novum im Landkreis ist die TV-Coproduktion der Faschingsgesellschaften "Alzibib" Markt Bibart und "Prunklosia Schwarz-Weiß" Emskirchen sowie dem TSV Ipsheim. Der Straßenfeger in der Region wird am Samstag, 20. Januar", um 20.15 Uhr, also zur "primetime", vom Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt und am Rosenmontag, 12. Februar, ab 10.05 Uhr wiederholt. Wer das Live-Geschehen in der kurzen Session nicht verpassen möchte, schaltet sich aus der Mediathek zum eigenen "Sendetermin" ein.

Das Faschings-Highlight im und aus dem Landkreis hat eine lange "Vorgeschichte", denn beworben hatten sich die drei närrischen Vereine bereits am 5. Juli 2016. Als "banges Warten" zum Jahreswechsel ein Ende hatte, war in Emskirchen, Ipsheim und Markt Bibart die Freude groß, verbunden mit erwartungsvoller Spannung, welcher Herausforderung ("der Wahnsinn") man sich mit der TV-Produktion gestellt hat. Entsprechend intensiv waren die Vorbereitungen sowohl bei monatlichen Besprechungen der Vereinsvertreter mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Fastnachtsverband Franken wie bei den potenziellen Mitwirkenden.

Neun Stunden Casting: 16 aus 38

Nach intensivem Training der Garden und Feinschliff der Büttenreden gingen beim Casting vor knapp vier Wochen 38 Programmpunkte der drei Vereine neun Stunden lang über die "Prunklosen"-Bühne in Emskirchen. 16 davon wählten die Juroren mit Vertretern des BR und Fastnachtsverbandes zur Fernsehsitzung aus, an der zudem zwei vom BR engagierte Gastbüttenredner mitwirken werden. Das Programm werde "ein Hammer" stimmen "AlZiBib"-Vorsitzendem Uwe Wittmann die Kollegen aus Emskirchen und Ipsheim gerne zu, der bei der Castingshow überrascht und stolz zugleich war, "welche Qualität wir auf die Bühne" bringen und "was in unseren Vereinen insbesondere in der Jugendarbeit geleistet wird". Was den rund 200 Besuchern der TV-Sitzung (aus den Reihen der Vereine) und dem Millionenpublikum präsentiert wird, bleibt ein streng gehütetes Geheimnis. Nur so viel wurde von den Vorsitzenden "verraten", dass sich die Mitwirkenden "ziemlich genau" auf die drei Vereine verteilen, was aber unter diesen nie ein Kriterium gewesen sei. Da habe es "nie ein Konkurrenzdenken gegeben", stimmen Uwe Wittmann mit Jochen Prinzkosky (Ipsheim) und Philipp Ballhorn (Emskirchen) mit Sitzungspräsidentin Sabine Wittmann (Markt Bibart) überein, die mit ihren Kollegen Bernd Rauscher (Emskirchen) und Stephan Kreuzer (Ipsheim) durch "Franken Helau" führen und Mittelfranken im Dreieck springen lassen wird.

Geografisches Dreieck im Motto

Mit dem Motto hatten die Neustädter Werbeexpertinnen von "100g besser" das geografische Dreieck der drei Gesellschaften aufgegriffen, die miteinander Fasching feierten, sich gegenseitig besuchten und damit von einer zur anderen Sitzung "springen". Ein Zusammenspiel, das den Fastnachtsverband ebenso überzeugte, wie den Bayerischen Rundfunk: "Die gehören zusammen". Auch wenn sich zu den Gesellschaften in Markt Bibart und Emskirchen ein "närrischer Sportverein oder sportlicher Faschingsverein" aus Ipsheim gesellt, jeder seinen eigenen Stil hat. Man passe einfach gut zusammen, wird das "freundschaftliche Verhältnis" und ein "harmonische Miteinander" betont: "Das stimmt die Chemie", was bei dem "bislang einmaligen Fernseh- und Faschingsevent im Landkreis" mit einer gemeinsamen Garde aus je acht Tänzerinnen der drei Vereine zum Ausdruck gebracht werden wird. Schon die Vorbereitungen zeigten den TV-Debütanten aus Emskirchen, Ipsheim und Markt Bibart, dass die 90-minütige Aufzeichnungen am 13. Januar (mit der "heißen Probe" tags zuvor) absolut professionell über die Bühne gehen wird; verfolgt vom maskierten Publikum, für das – wie bei der "Fastnacht in Franken" – Verkleidung Pflicht ist. So wird Franken die Narrenwelt weit über Bayern hinaus ausgelassen bunt grüßen und zeigen, dass die Region tolle Talente in der Bütt, wie auch auf dem Tanzparkett und bei "sonstigen Showacts" hat.

Fastnacht live auf Bühnen und Straßen

Wer diese nicht nur am Bildschirm erleben will, ist zu den Veranstaltungen in den drei närrischen Orten eingeladen. In Markt Bibart finden Prunksitzungen am 26. und 27. Januar in der Mehrzweckhalle statt, in die auch am 3. Februar zum Kinderfasching eingeladen wird. Der 90. Faschingsumzug startet am 11. Februar um 14 Uhr und klingt in der Partymeile aus. Die erste Prunksitzung der Emskirchner "Prunklosia" geht am 20. Januar über die Bühne der "Bürgerhalle", tags darauf die Seniorensitzung, die zweite Prunksitzung am 3. Februar.

Eine "MegaFaschingsParty" steht am 27. Januar auf dem Programm der kurzen Sessiuon und am 11. Februar "steppt der Bär" auf Emskirchens Straßen beim 47. Umzug mit "Afterzug-Party".

In der Ipsheimer Festhalle steigt am 20. Januar der TSV-Ball, eine beliebte Faschingsfete. Zum Kinderfasching lädt der seit 1952 im Fasching aktive TSV am 4. Februar ein, am 9. Februar zur 14. Narrensitzung sowie am 12. Februar zur Seniorensitzung. 

Harald J. Munzinger E-Mail

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