Montag, 24.09.2018

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Fränkischen Weingala 2015: Ehrenpreis geht nach Ulsenheim

Markus Meier erhielt sechs Gold- und sechs Silberprämierungen - 26.11.2015 20:12 Uhr

Markus Meier aus Ulsenheim (3.v.l.) nahm bei der Fränkischen Weingala in Würzburg den vom Landkreis verliehenen Ehrenpreis entgegen. © oh


„Wir konnten, trotz des schwierigen Jahrgangs 2014, sechsmal Gold und sechsmal Silber bekommen, was uns zu einem der top Betriebe Frankens machte“ freut sich Markus Meier. Den Ehrenpreis erhielt er für seinen „Cabernet Barrique trocken“. Dieser kann auf der „Rotweinnacht“ am Samstag, 28. November, in Ulsenheim verkosten werden. Bei nur begrenzter Teilnehmerzahl wird dazu die Anmeldung im Weingut empfohlen.

Im Prämierungsjahr 2014/15 hatten sich 226 Weinbaubetriebe mit 2092 Weinen beteiligt - davon 480 Rotweine, was einer Quote von 22,9 Prozent entspricht. Der Silvaner ist nach wie vor die meist angestellte Rebsorte (503 Anstellungen), gefolgt von Riesling (251 Anstellungen) und Weißburgunder (185 Anstellungen). Bei den roten Rebsorten liegt Spätburgunder (171 Anstellungen) vor Domina (149 Anstellungen). Die Scheurebe hat sich im halben Dutzend der beliebtesten fränkischen Rebsorten mit 108 Anstellungen positioniert und stellt damit ihre wachsende Fangemeinde unter Beweis.

Der Prämierungserfolg von 78,7 Prozent ausgezeichneter Weine und 21,3 Prozent nicht ausgezeichneter Weine entspricht einem guten Ergebnis. "Dass 21,3 Prozent der Weine nicht ausgezeichnet wurden, spricht ebenfalls von einer konsequenten Qualitätssicherung“, kommentiert Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes den Wettbewerb.

Fast ein Jahrhundertjahrgang

In den neuen Jahrgang 2015 setzt der Winzer aus Ulsenheim große Hoffnungen, ordnet ihn nahe an einem Jahrhundertjahrgang ein. Bei einer sehr kompakten Lese habe man sich ordentlich ranhalten müssen: „ Die Frühsorten waren Mitte September voll reif und gesund, selbst die Spätsorten für die Basisweine wollten um den 20. September schon geholt werden, um einen moderaten Alkoholgehalt zu gewährleisten“. Nur nicht über das Ziel hinaus schießen! sei die Devise gewesen

Die Spätsorten waren für Markus Meier „die Gewinner, nicht nur was die Süße betrifft, sondern auch die Inhaltsstoffe“. Silvaner, Riesling, Burgunder lägen über 100° (Oechsle) in der Spitze, zeigt sich der Winzer nach der Turbolese innerhalb von nur rund 14 Tagen „sehr zufrieden mit dem Jahrgang und dem was uns der Herrgott geschenkt hat“.

Der Schlüssel für einen wunderbaren 2015er sei „Bewässern, Bewässern und nochmals Bewässern“ gewesen. Die bis zu fünfjährigen Junganlagen habe man zum Teil komplett von den Trauben entlastet, um nachhaltigen Schäden zu vermeiden. „Etwas hoffen und beten ist immer mit dabei“, so Markus Meier.

Die Silvaner und die Rieslinge seien wunderbar, aber auch die Burgunderfamilie biete eine starke Kollektion von Weiß- bis Spätburgunder, erklärte der Winzer. Die Kunst werde sein, „den Alkohol durch die Reife zu integrieren. Wir möchten sogenannte ‚Langstreckenläufer‘ vinifizieren, also Weine mit Lagerpotenzial. Hierfür brauchen wir jetzt die nötige Geduld um das volle Potenzial aus dem Jahrgang 2015 herauszuarbeiten“. Markus Meier: „Einen einzigartigen Abschluss haben wir am 6. November mit zwei glasklaren Trockenbeerenauslesen mit 220° und 248° setzen können“. 

hjm

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