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Freibad-Erneuerung: Scheinfelds Mut zahlt sich aus

Besucherzahlen deutlich gestiegen - Gutes Gesamtkonzept - 04.06.2018 14:43 Uhr

Bürgermeister Claus Seifert (l.) hieß den SPD-Kreisvorstand mit MdL Harry Scheuenstuhl (r.) im erneuerten Scheinfelder Freibad willkommen. © privat


Hier erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von SPD-Bürgermeister Claus Seifert eine persönliche Führung durch das Freibad und durften mitunter erfahren, wie es die Stadt Scheinfeld geschafft hat, dass die Besucherzahlen von insgesamt 8.000 im Jahr 2007 auf circa 40.000 (2017) angestiegen sind. "Man muss den Leuten etwas bieten!", so Claus Seifert, der dies nicht nur auf die beheizten Becken, die von einer Biogasanlage konstant auf 27 Grad Celsius erwärmt werden, bezog. Diese Anlage wurde von zwei Landwirten gebaut, deren Betrieb seit acht Jahren sichergestellt ist – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Seifert meinte vor allem das Angebot an Möglichkeiten für den Besucher, die das Schwimmbad bietet. Durch den Umbau des Grundbeckens ist ein Becken entstanden, welches in einzelne Bereiche unterteilt wurde. Auch wurde im Zuge der Umbaumaßnahmen das Thema Inklusion verstärkt in den Mittelpunkt gestellt und die Barrierefreiheit verbessert. Ein Babybecken, der größere Kiosk sowie die neuen Sanitäranlagen runden das Gesamtkonzept ab.

Bei Finanzierung alleine gelassen

Mit etwa 4,6 Millionen Euro war die Freibadsanierung die zweitgrößte Investition der Stadt Scheinfeld in den vergangenen und zukünftigen Jahren, berichtete Seifert der SPD-Delegation und nannte dabei auch "traurige Tatsachen: Die Zuwendungsbewerbung am Programm des Bundes um eine Freibad-Sanierung verlief erfolglos, auch konnte die Stadt Scheinfeld keine Förderung im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs erlangen". Darüber äußerte MdLHarry Scheuenstuhl sein Unverständnis: "Erst wollte die bayerische Staatsregierung die Schwimmbäder im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs fördern und dann gehen die kleinen Kommunen wieder leer aus. Das soll noch jemand verstehen."

Dies sei besonders ärgerlich, da das Scheinfelder Stadtbad nicht nur ein Schul- und Sportbad, sondern auch eine sozial-integrative Freizeitbegegnungsstätte sei, die es in der Region so kein zweites Mal gebe, meinte Scheuenstuhl weiter, der sich unermüdlich für den Erhalt des Schwimmbads in Scheinfeld eingesetzt hatte. Den Weg hin zur Sanierung hat sich die Stadt dann doch ohne Fördergelder trauen müssen. Das dies trotz allem eine gute Entscheidung war, meinte auch Bezirksrat Reichenberg, der durch seine Tätigkeit als Kreis- und Bezirksrat um die Wichtigkeit des Mehrgenerationenbades weiß. "In Zeiten, in denen nur noch 50 Prozent aller Schülerinnen und Schüler am Ende der vierten Klasse richtig schwimmen können, benötigen wir jedes einzelne Schwimmbad, um diesen Trend entgegen zu wirken", würdigte Reichenberg die erfolgreiche Sanierung.

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Kultur im Schwimmbad, sei gut miteinander vereinbar, erklärte Bürgermeister Seifert. So biete die große Wiese mit dem Baumbestand die ideale Kulisse für eine abendliche Kultur- und Bühnenveranstaltung, auch wäre ein Open-Air-Kinoabend eine Idee. Laut dem Bürgermeister müsse man dieses Potential, aber auch anderweitig vorhandene Möglichkeiten vor Ort nutzen. So käme auch das Camping gut an, vor allem bei organisierten Jugendgruppen, aber auch die Camper mit Wohnmobilen fühlen sich laut Seifert im und am Scheinfelder Schwimmbad gut aufgehoben.

"Zukünftig wollen wir unser Tourismusangebot weiterentwickeln und sind deswegen als Stadt mit einem regionalen Wohnmobilhersteller eine Partnerschaft eingegangen", berichtete Seifert. Er wolle langfristig das Freizeitangebot rund um das Schwimmbad erweitern und fördern. Harry Scheuenstuhl äußerte sich am Ende sichtlich stolz: "Wir leben in einer vielfältigen und spannenden Region Mittelfrankens. Mut zur Entwicklung ist der Garant für eine erfolgreiche Zukunft, dass dies stimmt beweist das Projekt Scheinfelder Schwimmbad." 

nb

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