Dienstag, 23.10.2018

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Freie Wähler "gut aufgestellt"

Markt Erlbachs Bürgermeisterin Birgit Kreß bewirbt sich für Wiederwahl - 01.12.2013 13:28 Uhr

Markt Erlbachs Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß strebt eine zweite Amtszeit an. Viel Lob für ihr Wirken erfuhr sie von Landratskandidat Reinhard Streng (r.), der die Nominierungsversammlung leitete, und Landrat Walter Schneider. © oh


In das geht die Freie Wähler-Liste mit Geschlossenheit. Einstimmig wurden Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß sowie die Liste der KandidatInnen für das Gemeinderatsmandat nominiert. Die Bürgermeisterin und die Fraktion hätten in den letzten Jahren sehr gute Arbeit geleistet, führte Born aus. Man wirke “mit allen Fraktionen respektvoll und sachorientiert zusammen, was umgekehrt so nicht allen anderen Fraktionen gelingt“.

ln den letzten fünfeinhalb Jahren sei sehr viel in Markt Erlbach passiert, seien viele Projekte angepackt und vorangetrieben worden: “Projekte, die Markt Erlbachs Zukunft mitbestimmen werden“. Der erneuten Spitzenkandidatin riet der Vorsitzende: “Lass dich nicht beirren und denk dran, Neid muss man sich verdienen, Mitleid bekommt man geschenkt“. Man werde alles daran setzen, der Bürgermeisterin “wieder eine starke Gemeinderatsfraktion zur Seite zu stellen“. Dafür bewerben sich 20 Bürgerinnen und Bürger, sowie drei Ersatzkandidaten, die das Spektrum der Bevölkerung in der Gemeinde mit ihren Ortsteílen und die Gemeinschaft im wirtschaftlichen, sozialen sowie kulturellen Leben reflektieren.

Wahlversprechen eingelöst

Habe sie sich 2008 nur mit ihrer Vita und ihren Plänen für Markt Erlbach vorstellen und sich schließlich über ein mit 61,8 Prozent in der Stichwahl beeindruckendes Bürgervotum sowie auch die Stärkung der Fraktion freuen können, kann Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß nun “mit Geleistetem und eingehaltenen Wahlversprechen” um das erneute Vertrauen werben.

Viele Projekte, wie Schulhaussanierung und das Bürgerhaus, das Baugebiet am Gehäuwald und die Abwasseranlage Wilhelmsgreuth, habe sie “mit dem neuen Gemeinderat aufgenommen und zügig durchgeführt“. Neue Projekte, so führte sie in der von Landratskandidat Reinhard Streng geleiteten Nominierungsversammlung am Beispiel Hallenbadneubau aus, seien “nach reiflicher Prüfung weit mehrheitlich beschlossen” worden. Durch ihre Intervention und Verträge mit umliegenden Partnerkommunen bekomme man auch zu diesem Neubau eine staatliche Förderung.

Neue Maßnahmen wie die Ansiedlung des Seniorenheimes am Breiten Rain, die Anmeldung der Dorferneuerung für alle Ortsteile, die Ausweisung des neuen Gewerbegebietes, die Wasserversorgung in Buchen, den Neubau von zwei Kleinkinderkrippen, die Beleuchtung am Röhrleinsgraben, den Brückenneubau in Losaurach, die Breitbanderschließung der Ortsteile und ein Leerrohrkonzept, den Skaterplatz oder die Bauhoferweiterung “habe ich angestoßen und vorangetrieben” so Dr. Birgit Kreß. Weiter nannte sie die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf Energiesparlicht, eine Vorkaufssatzung, das Ökokonto und die Erstellung eines Einzelhandelskonzeptes.

Für den Bauhof habe man deutliche Verbesserungen bei der Ausstattung vornehmen können. Wegweisende Beschlüsse, wie Anschaffungen für die Feuerwehr und jetzt für die Ortsumfahrung seien “nicht geschoben, sondern vorberaten und beschlossen worden. Trotz der vielbeschworenen Finanzkrise habe ich nicht auf Abwarten und Aussitzen gesetzt!” Die anstehenden und notwendigen Maßnahmen würden im Gemeinderat beraten und auf den Weg gebracht und im Haushalts- und Finanzplan eingestellt, der immer einstimmig beschlossen worden sei.

Aufgrund der guten Finanzsituation dank stetig gestiegener Einkommenssteueranteile und auch erfreulicher Gewerbesteuereinnahmen habe man in den letzten Jahren viel aufbauen und investieren können. Da man nicht einfach davon ausgehen könne, dass das so bleibe, müsse man die Haushaltsmittel im Blick haben und sorgsam agieren, “aber wir ich warne immer vor zu großem Pessimismus“, führte die Bürgermeisterin aus. Zum positiven Saldo ihrer ersten Amtszeit konnte sie die erste Städtepartnerschaft Markt Erlbachs ebenso zählen, wie die Vernetzung in der kommunalen Allianz Aurach-Zenn, die Stärkung des Schulstandortes durch die Gründung des „Mittelschulverbundes“ und die beiden Zweckverbände Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die unter ihrem Vorsitz saniert und investiert hätten, beide auf finanziell solidem Fundament stünden.

Faire Wahlwebung gewünscht

Bei allen Maßnahmen und Projekten betonte Kreß die im Gemeinderat einstimmig oder “zumindest weit mehrheitlich” gefassten Beschlüsse: „Nicht eine einzige Maßnahme musste mit einer Kampfabstimmung und knapper Mehrheit durchgezogen werden!” Deshalb setze sie in den nächsten Wochen und Monaten nicht nur auf eine faire Zeit der Wahlwerbung - das Wort „Wahlkampf“ symbolisiere ja eine gewisse Aggressivität – sondern auch auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Gemeinderat.

Der hat in den nächsten Jahren viele Aufgaben zu bewältigen. Dr. Kreß listete unter anderem eine neue Kläranlage in Linden mit der Sanierung der Kanäle und Straßen, die Verbesserung der Ortsverbindungsstraßen, die Fortführung der Städtebauförderung im Kernort mit den Stichwort Hauptstraßenausbau sowie die Infrastrukturverbesserungen in den Ortsteilen im Zuge der Dorferneuerungsmaßnahmen auf. Mit der Zusammenfassung einzelner Ortsteilkläranlagen unter einem Dach solle die Solidargemeinschaft vergrößert und damit eine Beitrags- und Gebührengleichheit angestrebt werden. Auch die Weiterentwicklung und Generierung von weiteren Bauflächen – und dazu gehöre für sie auch ein Leerstandskataster und Leerstandsmanagement - liegt Dr. Birgit ebenso am Herzen, wie die beschlossene große Ortsumfahrung von Markt Erlbach.

Gemeinderatsliste steht

Sie führt die Gemeinderatsliste der Freien Wähler Markt Erlbachs an, gefolgt von Vorsitzendem Rudolf Born, Gerhard Wagner, Heinz Schweigert, Christine Hildner, Helmut Sluzalek, Heinz Schwemmer, Jürgen Bauereiß, Alexander Hagen, Sonja Enkert, Marianne Schwarz, Thomas Wehr, Helmut Huthöfer, Werner Schmitt, Melanie Bergheimer, Johannes Sieber, Birgit Kämmerer, Reiner Ebert, Barbara Schmitt und Stefan Schönlein. Ersatzleute sind Karl-Heinz Burger, Hildegard Ehler und Martin Eisen. 

Harald J. Munzinger

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