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Gefeiert wurde das halbe Jahrhundert Fastnachtsgeschichte an der Aurach in der nur kurzen Jubiläumssaison schon bei zwei Prunksitzungen, einer Seniorensitzung und einem Maskenball.
Am Faschingsdienstag dürfen sich noch einmal die Kinder närrisch austoben, ehe beim Heringsessen am Aschermittwoch alles schon wieder vorüber sein wird, die „Prunklosia“ aber stolz auf die 50-jährige Geschichte und die Session blicken kann.
Schnell mussten bei den letzten Vorbereitungsarbeiten am prächtigen Festwagen des Elferrates die Zahlen auf der großen „PrunklosiaMedaille geändert werden. Schließlich geht am Sonntag um 13.30 Uhr der bereits 42. Umzug auf die lange Strecke von der Waldstraße - wo die Aufstellung und in der „Feuchtmannhalle“ die Bonbonausgabe erfolgt – durch den Marktflecken.
Über die Bahnhof-, Neustädter- und Hindenburgstraße wird sich der kilometerlange Gaudiwurm schlängeln, sich dann seinen Weg durch das wohl abermals dichte Zuschauerspiel in der Wolfsgasse und über den Marktplatz zur Marktstraße bahnen, um sich dann in der Erlanger Straße aufzulösen.
Über 60 Wagen- und Fußgruppen hatte Zugleiter Armin Feuchtmann „auf die Reihe bringen“ müssen, um einen reibungslosen Ablauf des großen Spektakels zu gewährleisten, zu dem auch viele Teilnehmer aus der Region kommen.
So werden Faschingsgesellschaften aus Neustadt und Wilhermsdorf mit Garden sowie das „Komitee Voll Blau“ mit von der Partie sein, zahlreiche Vereinsabordnungen und Freundeskreise. Ihnen blasen fünf Kapellen beziehungsweise Musik- und Spielmannszüge den Marsch und es wird ferner für Sambarhythmen und „Space Groove“ gesorgt sein.
Die meisten Zugteilnehmer und auch Gäste werden sich kaum noch an die Anfänge des Prunklosia-Spektakels erinnern, das in eine große Afterzugparty mündet. Vor 42 Jahren war es mit der Idee eines Zirkus losgegangen, sich mit einem bunten Zug für die große Hilfe zu bedanken, die man im Winterquartier erfahren hatte.
Dass sich daraus der größte Faschingsumzug der Region entwickeln würde und dieser in zwei Jahren die närrische 44 feiern kann, mochte damals niemand geahnt haben. Und welche Mühe über Monate hinweg in der Gestaltung der Fest- und Motivwagen steckt, wird am Straßenrand von kaum jemand bedacht werden, wenn das närrische Stimmungsbarometer zum Siedepunkt steigt.
Dass man, wie in den beiden letzten Jahren den Zug mit einem bei aller Ausgelassenheit vernünftigen Publikum gut über eine sonnige Freilichtbühne bringen kann, hoffen alle Verantwortlichen.
In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.
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