Montag, 24.09.2018

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Hundert Zuhörer bei Vortrag über Datenschutz

Fragen zur neuen EU-Datenschutzverordnung wurden geklärt - 25.03.2018 13:41 Uhr

Informationen über die neue EU-Datenschutzverordnung stießen im vollbesetzten Sitzungssaal des Landratsamtes auf so großes Interesse, dass der Vortrag wiederholt werden muss. © privat


Die Wirtschaftsvereinigung des Landkreises NEA-BW e.V. hatte zusammen mit der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes zu dem Informationsabend eingeladen. Dass man mit den Fragen, "auf was muss bei der neuen Verordnung geachtet werden" und "wie fallen Strafen aus", einen Nerv getroffen hatte, belegten Wirtschaftsförderer Michael Capek und dem Vorsitzenden der Wirtschaftsvereinigung, Markus Löw, der voll besetzte große Sitzungssaal des Landratsamtes. 

Der Referent Bernd Scheuerer von der HWS-Gruppe ist schon seit vielen Jahren als Datenschutzbeauftragter bei vielen Kunden unterwegs und konnte in seinem Vortrag die Regelungen und Vorschriften der neuen Vorgaben fundiert und mit sehr anschaulichen Beispielen belegt vermitteln. Aufgrund des Umfangs der Vorgaben und des Gesetzes konnte nicht auf alle Details eingegangen werden, aber die vielen Fragen, die immer wieder auftauchten, machen deutlich in welchem Umfang der neue Datenschutz selbst bei kleinsten Details in den Unternehmensprozessen zum Greifen kommt. 

Nicht nur Unternehmen betroffen

Aber nicht nur Unternehmen sind davon betroffen, auch Vereine werden jetzt im Gesetz gleichbehandelt und müssen hier genauer hinschauen, wie der Datenschutz im Verein gewährleistet ist. Der Referent machte deutlich: Wer sich jetzt nicht darum kümmert und mit dem Thema beschäftigt, kann in Zukunft nach den neuen Vorgaben sehr hohe Strafen bekommen, die bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes gehen können. 

Aufgrund des Umfangs der gesetzlichen Vorgaben konnte der Vortrag keine Beratung sein. Aber er zeigte auf, auf welche wesentlichen Aufgaben Unternehmen und Vereine sich konzentrieren müssen, um hier in Zukunft sicher zu gehen. Als wichtig wurde dargestellt, dass ab zehn datenverarbeitenden Mitarbeitern ein Datenschutzbeauftragter zu benennen und ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten anzulegen ist. Ferner sind alle mit Datenverarbeitung verbundenen Prozesse zu dokumentieren, bei besonders sensiblen Daten - etwa bei Arztpraxen oder Versicherungsmaklern - eine Datenschutz-Folgeabschätzung durchführen ist und die Mitarbeiter zu schulen und alle Anstrengungen zu dokumentieren sind (Informationen und Formulare unter: www.lda.bayern.de). 

Aufgrund der extrem großen Nachfrage wird der Vortrag noch ein zweites Mal angeboten. Dieser wird am Mittwoch 25. April um 19 Uhr wieder im Sitzungssaal des Landratsamtes stattfinden. Wie der erste Vortrag ist auch dieser kostenlos. Anmeldung werden unter www.wv-neabw.de oder kontakt@wv-neabw.de erbeten. 

nb

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