|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Es sollte jene laue Sommernacht für ein romantische Serenade sein, die neben den beiden Interpreten Sabine Kraus und Matthias Michael Beckmann für eine Besucherkulisse sorgte, die man sich bei der Stadt häufiger wünschen würde; und „auch gerne noch etwas mehr“. Denn bislang kann Andreas Herzog, der für die sommerliche Konzertreihe Regie führt, nicht ganz zufrieden sein. Mit den beiden letzten Konzerten von „Nauswärts“ am Freitag, 3. August, mit fränkischen, irischen und jiddischen Elementen mal lustiger, mal nachdenklich-melancholischer Lieder und Irish Folk zum Finale am Samstag, 4. August, hofft er noch auf einen Durchschnitt von 120 Besuchern zu kommen.
Auf den haben sich die Schlosshofkonzerte in den letzten Jahren eingependelt, „was gerade mal einem Prozent der Bevölkerung der Kreisstadt entspricht“. Die lässt sich ihr Kulturangebot einiges kosten und verzichtet darauf, an der Schraube der Eintrittspreise zu drehen. Da wäre es natürlich schön, „wenn es ein Prozent mehr wäre“, „träumt“ Herzog von besseren Zeiten, die man bei der Konzertreihe im „Musikzauber Franken“ auch schon hatte. Und die das vielfältige Programm und so renommierten Interpreten wie den beiden Gästen aus Salzburg, auch verdienen würden.
Die zeigten sich von der „traumhaften Kulisse“ des Schlosshofes angetan, wirkten durch sie noch zusätzlich inspiriert für einen „stimmungsvollen Sommerabend unter freiem Himmel“. Der schien mit seinen „federleicht“ dahin schwebenden Wolken im Pastellfarbenspiel der untergehenden Sonne ebenso Teil der Inszenierung zu sein, wie ein gelegentlich im Scheinwerferlicht zu heiter beschwingten Klängen tanzender Falter.
Matthias Michael Beckmann, Gründungsmitglied des weltweit bekannten „Mozart Quartetts Salzburg“, mochte sich beim Ausflug nach Neustadt/Aisch in vertrauten Gefilden fühlen. Hatte der aus Franken stammende Cellist doch bereits im Alter von zehn Jahren das Fundament der künstlerischen Karriere am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg gelegt und unter anderem auch am Staatstheater der Noris musiziert. Mit seinem fünfsaitigen Violoncello sorgte er für ein besonderes Klangerlebnis im harmonischen Zusammenspiel mit der Konzertharfinistin Sabine Kraus. Auch ihre Vita weist hohe Auszeichnungen und internationale Gastspiele auf.
Damit hatte die Stadt zwei herausragende Interpreten engagiert, die sich ohne Starallüren in virtuoser Vielfalt in die Herzen der Zuhörer spielten. Diese hätten deshalb die Konzertnacht gerne noch länger ausgedehnt, in der unter anderem Kompositionen von Antonin Dvorak, Heitor Vílla-Lobos, Gluck, Schubert, Boccherini oder Nicolò Paganini Traumflügen verliehen, mit denen man für kurze Zeit der Realität „entfliegen“ mochte. Dafür hatten Sabine Kraus – mit Harfenklängen, die an munter über die Steine springendes Wasser eine Quelle im Wiesengrund oder den Abendgesang der Vögel denken ließen – und Matthias Michael Beckmann „Weltmelodien – beschwingt und elegisch voll Charme und Eleganz“ ausgewählt, die in die Sommernacht träumen ließen. Auch mit romantischen Zeilen, die in eine sympathische Moderation einflossen und mit dem faszinierenden Saitenklang von Harfe und Violoncello verschmolzen.
In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.
|