Mittwoch, 14.11.2018

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Informativ und unterhaltsam: Der Neustädter Kalender 2018

Auf über 175 Seiten enthält er erneut viel Wissenswertes und Praktisches - 21.09.2017 19:41 Uhr

Es ist so weit! Der Neustädter Kalender 2018 ist da. © Harald Munzinger


Für Generationen von Lesern ist der "Neustädter Kalender" mit seinen Kalendarien, den Ferien-, Markt- und Kirchweihterminen sowie allerlei weiteren nützlichen Informationen wie den Fest- und Namenstagen zum treuen Begleiter geworden. Besonderes Interesse insbesondere der älteren Generationen gilt den Wetterprognosen für die einzelnen Monate, schwört so manch einer auf den "Hundertjährigen Kalender", der sich – wie alle anderen Wetterpropheten – durchaus mal irren darf.

Schon lange ist der "Neustädter Kalender" mit historischen Abhandlungen von Autoren mit profunden Kenntnissen zu einem unterhaltsam-informativen Nachschlagewerk der heimischen Geschichte geworden und hat sich einen festen Platz auch in Bücherregalen von Archiven erobert. Im Hauptthema der Neuauflage 2018 bringt Schriftleiter Günter Scheller Brandschadensfälle zunächst von 1944 bis 1963 in Erinnerung und wird diese Dokumentation noch fortführen. Mit seiner aufwändigen ab 1954 auch fotografisch erfassten Brände soll "auch die Arbeit der Feuerwehr eine gebührende Würdigung erfahren", so Scheller, der auch Erinnerungen von Zeitzeugen einbringt und auf nahezu 70 Seiten über viele menschliche Schicksale berichtet.

Brandkatastrophe von 1877

Dabei blendet er an dessen Jahrestag 1952 auf den Brand am 5. August 1877 zurück, damals als „größtes Unglück der Stadt seit dem Kroateneinfall im Jahr 1632“ beschrieben, der "Neustadt an der Aschen" hinterlassen hatte. In Schutt und Asche fielen 1877 28 Gebäude bei dem Flammeninferno, was auch 23 Ortsfeuerwehren nicht verhindern konnte. 13 weitere mehr oder weniger schwer durch den Brand geschädigte Gebäude und weinend vor den Ruinen stehende Bürger werden in dem Bericht geschildert, in dem von Brandstiftung ausgegangen wurde.

Neben den dokumentierten Bränden auch in Gemeinden des einstigen Landkreises Neustadt/Aisch enthält der „Neustädter Kalender“ einen Aufsatz des Historikers Dr. Wolfgang Mück über "Messen, Märkte und einen päpstlichen Ablassbrief" sowie eine von den Heimatforscher Heinz Kühlwein wiedergegebene "königlich-bayerische Bezirksamtsposse". Luise Beyerlein zeichnet das Ende vom Reichsarbeits- und Kriegshilfsdienst auf und von "Pimpfen" und von "Hitlers Jugend" berichtet Ernst Sandner, der auch seine Serie der Einwohner von 1725 bis 1980 fortsetzt.

Erstmals Foto- und Malwettbewerb

Zum ersten Mal wird vom "Neustädter Kalender" ein Foto- und Malwettbewerb ausgeschrieben. Bilder und Zeichnungen von Neustadt und seiner Umgebung können bis zum 29. Juni 2018 beim Verlag Ph. C. W. Schmidt eingereicht werden. Als Preise ausgelobt sind interessante, in dem Neustädter Verlag erschienene Bücher. Der "Neustädter Kalender 2018" ist ab sofort beim Verlag sowie im Neustädter Buchhandel erhältlich und informiert über Mond- und Sonnenfinsternisse im nächsten Jahr ebenso wie über Abfahrtszeiten von Zügen und Bussen sowie über den ersten Schnee Ende Januar oder den letzten "kleinen Schnee" zwischen 5. und 12. April. Der wird sich laut "Hundertjährigem Kalender" nach Reif und Frost vom 22. bis 29. "schön warm" verabschieden und so kann auch der 1.-Maiausflug geplant werden.
  

Harald J. Munzinger

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