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Jugendfeuerwehrler kämpften für Leistungsspange

Mit Bravour bestanden - Keine Nachwuchssorgen bei den Brandbekämpfern - 18.05.2014 13:29 Uhr

Bei der Schnelligkeitsübung musste in knapp bemessener Zeit eine lange Schlauchleitung verlegt werden. © Harald Munzinger


Auf der Kreissportanlage mussten bei idealen Witterungsbedingungen vier Disziplinen absolviert und auf theoretische Kenntnisse bewiesen werden. Kreisjugendwart Stefan Fleischmann aus Scheinfeld zeigte sich “mehr als zufrieden”, dass sich wiederum fünf Gruppen der nur alle zwei Jahre stattfindenden Prüfung unterzogen. Darauf sei er schon “ein bisserl stolz”, meinte er im Gespräch mit nn-online, denn der Wettbewerb habe es in sich.

Positiv bewertete er auch die aktuelle Nachwuchssituation bei den Feuerwehren, bei der sich der vielbeschworene demografische Wandel noch nicht bemerkbar mache. Fleischmann würdigte in diesem Zusammenhang das Engagement der Jugendwarte in den Wehren, die auch von stellvertretendem Landrat Norbert Kirsch, Bürgermeister Klaus Meier und Kreisbrandrat Alfred Tilz für ihr wertvolles Wirken Anerkennung fanden.

Die gemischten Jugendgruppen waren bestens auf den Wettbewerb vorbereitet worden, dem sich mit jeweils neun Mitgliedern Gruppen aus Neustadt/Diespeck, Wilhelmsdorf/Markt Bibart, Neuhof/Diespeck, Uffenheim/Herbolzheim sowie Langenfeld/Baudenbach/Markt Bibart/Scheinfeld stellten. Gerade die Tatsache des Zusammenwirkens der Jugendlichen aus unterschiedlichen Feuerwehren wurde als zukunftsweisend betont, müsse sich doch auch bei Einsätzen jeder Handgriff sitzen und sich jeder auf den anderen verlassen können.

Kreisbrandrat Alfred Tilz und Bürgermeister Klaus Meier würdigten die Jugend, die mit Bravour die Prüfung zur höchsten Auszeichnung abgelegt haben. © Harald Munzinger


Teamgeist gestärkt

So sollte für Bürgermeister Klaus Meier diese Prüfung nicht nur  die Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen, sondern auch den Teamgeist stärken: “Prima, wenn man ein eingespieltes Team ist, wenn es darauf ankommt.”  Meier und auch stellvertretender Landrat Kirsch freuten sich, dass sich heutzutage noch viele Jugendliche in der Feuerwehr engagierten. Dies sei eine wichtige Heranführung an den späteren aktiven Feuerwehrdienst. Die praktische Hilfeleistung für Menschen nannte Kirsch “einen  der wichtigsten Dienste, die man ausüben kann“ und ein “Ehrenamt, das man nicht hoch genug bewerten und würdigen” könne. Die Jugendlichen, die  sich schon früh in die Gemeinschaft einfügten und somit Verantwortung und Pflichten übernähmen, “können darauf stolz sein“.

Und stolz konnten schließlich auch alle Jugendbetreuer auf ihren Nachwuchs sein, der sich ausgezeichnet bewährte, als es bei der Prüfung galt, bei einer Schnelligkeitsübung eine Schlauchleitung mit acht C-Schläuchen zu verlegen (Fleischmann: “Ganz schön knackig”) oder präzise einen Löschangriff von der Saugleitung bis zur Wasserabgabe vorzutragen. Sportlicher Elan war bei einem Staffellauf über 1500 Meter gefordert, in dem etliche Jugendliche die größte Herausforderung sahen und an ihre Leistungsgrenzen gingen. Beim Kugelstoßen hatten sie einen “Profi” als Beobachter; schließlich hatte Bürgermeister Klaus Meier schon Meistertitel mit der 5-Kilo-Kugel errungen.

Stolz auf die Jugend

Kreisbrandrat Alfred Tilz hatte die Jugendlichen, unter ihnen sechs weibliche Nachwuchskräfte, zum “fair play” in den Wettbewerb geschickt und konnte schließlich mit allen Führungskräften stolz auf die Jugend sein. Unter ihnen galt auch von Wettkampfleiter Hiltner die besondere Anerkennung Lea Rögner aus Neuhof, die knapp unter der Altersgrenze die Leistungsspange nicht erwerben konnte, aber ihrer Gruppe die Teilnahme ebenso ermöglichte, wie Sven Nikodem aus Markt Bibart und Patrick Dornauer aus Diespeck, die für ausgefallene Kameraden das doppelte Pensum absolvierten.

Bilderstrecke zum Thema

Kampf um Leistungsspange der Jugendfeuerwehr

Fünf Feuerwehr-Jugendgruppen aus dem Landkreis Neustadt/Aisch - Bad Windsheim haben sich mit der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr die höchste Auszeichnung gesichert. Dafür wurden die gemischten Gruppen mit jeweils neun Teilnehmern der Nachwuchs in vier Disziplinen geprüft, aber auch Theorie-Wissen war gefragt.


Dabei bleiben und aktive Feuerwehrfrauen sowie -Männer werden, war Meiers “ganz großer Wunsch“. Schließlich kämpfe fast jede Wehr vor allem tagsüber mit dem Mangel an Einsatzkräften. Auch Matthias Hiltner, Kreisjugendwart im Landkreis Kreis Roth und seit 16 Jahren als Schiedsrichter für das Deutsche Jugendfeuerwehrabzeichen unterwegs, ermunterte den Nachwuchs, lange die Lust am Feuerwehrdienst zu behalten, diesen “bis 63 auszuüben”. Nach Beobachtungen seines Kollegen Stefan Fleischmann bleiben etwa 50 Prozent der Jugendlichen “bei der Stange“.

Ein großes Kompliment war an die Jugendbetreuer gerichtet, die ehrenamtlich sehr viel Freizeit einbringen. Kreisbrandrat Alfred Tilz und Kreisjugendwart Fleischmann bedankten sich beim Landkreis für das Entgegenkommen. Dem Organisations- sowie dem Schiedsrichterteam galt die Anerkennung für einen reibungslosen Ablauf der ganz speziellen Leistungsprüfung, die mit einem "Riesenaufwand" verbunden war. 

Harald J. Munzinger

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