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Mittwoch, 19.09.2018

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Kinderbetreuung: Werkstattgespräch in Emskirchen

Hans Herold und Steffen Vogel diskutierten mit Kita-Vertretern - 13.06.2018 14:02 Uhr

Die Abgeordneten Steffen Vogel und Hans Herold (v. l,) nahmen vom Dialogforum "Kinderbetreuung" Anregungen aus der Praxis für weitere Verbesserungen mit. © Belatschek


Gemeinsam diskutierten die beiden Abgeordneten mit Vertreterinnen und Vertretern von Kindertageseinrichtungen und Trägern aus dem gesamten Landkreisgebiet über aktuelle Probleme und Anliegen.

Die Veranstaltung startete mit einem informativen Kurzvortrag von Steffen Vogel, der seit vielen Jahren selbst Trägervereinsvorsitzender einer viergruppigen Kindertagesstätte und Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration ist. Im Bereich der Kinderbetreuung habe sich in den letzten Jahren viel getan, waren sich die Abgeordneten einig. So übersteigt der staatliche Anteil bei der Kinderbetreuungsfinanzierung mittlerweile den der Kommunen und die Elternbeiträge. 54 Prozent werden mittlerweile vom Freistaat übernommen.

Außerdem seien, dank des vierten Sonderinvestitionsprogramms zur Kinderbetreuungsfinanzierung, die Voraussetzungen dafür, neue Betreuungsplätze zu schaffen, nie besser gewesen, erklärten die Unionspolitiker. Hier seien Förderprozentsätze von 85 bis 90 Prozent der förderfähigen Kosten möglich. Vogel und Herold bezeichneten es als wichtig, den Trägern Geld zur Verfügung zu stellen, über dessen Verwendung diese nach ihren eigenen Bedürfnissen entscheiden können, anstatt dieses an konkrete Vorschriften aus München zu binden.

Erzieherberuf muss attraktiver werden

Statt zum Beispiel eine bestimmte Zahl an Leitungsfreistellungsstunden verpflichtend vorzugeben, sollte der Trägerverein etwa auch die Möglichkeit haben, für Verwaltungstätigkeiten eine Verwaltungskraft einzustellen, wenn dies eher zu seiner Struktur passen. Dass der Erzieherberuf attraktiver werden müsse, darüber waren sich an diesem Abend alle einig. Viel diskutiert wurde über das "wie": ob durch Ausbildungsverkürzung, bessere Entlohnung oder mehr Berufssicherheit durch Entfristung von Verträgen.

Weitere Punkte, die seitens er Diskussionsteilnehmer angesprochen wurden, waren unter anderem der Umgang mit Personalausfällen und Fehlzeiten, fehlendes Fachpersonal, mehr Kinder mit erhöhtem Förderbedarf und das der Förderung vom Kitaneubau zu Grunde liegende Summenraumprogramm. Hierdurch seien nicht alle Räume, die benötigt würden, förderfähig. Die beiden Abgeordneten versprachen, hier noch einmal nachzuhaken und nahmen die Anregungen gerne mit, denn man sei "in der Kinderbetreuung bereits auf einem guten Weg, aber es gibt eben auch noch einige Baustellen, die man angehen muss und wird". 

nb

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