Mittwoch, 14.11.2018

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Landtagsabgeordnete dankt engagierten Helfern vom THW

Nachwuchsmangel seit dem Wegfall der Wehrpflicht - 23.08.2018 15:29 Uhr

Die Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt informierte sich beim THW und würdigte desssen engagierte Helfer. © privat


Die erst zehn Jahre alte Unterkunft des THW's in Neustadt mit seinen modernen Aufenthalts- und Gruppenräumen sowie die hohe technische Ausrüstung samt Fahrzeughalle beeindruckten die Abgeordnete der Freien Wähler. Ortsbeauftragter Johannes Wagner und sein Stellvertreter Thomas Herr Scherzer erläuterten die aktuelle Lage beim THW und die Aufgaben der Bundesbehörde. Mit 35 Erwachsenen und 22 Jugendlichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern habe man eine schlagkräftige Truppe, die ihre Fähigkeiten auch bei vielen Veranstaltungen wie dem Neustädter Gewerbetag der Öffentlichkeit vorstellt.

Seit dem Wegfall der Wehrpflicht mangelt es jedoch teilweise am Nachwuchs. Leider habe der Bund nicht gegengesteuert und es versäumt, andere Anreize zu schaffen, wurde im Gespräch festgestellt. Deshalb habe das THW umdenken müssen. Man lege besonders Wert auf die Jugendförderung, egal ob bei Zeltlagern oder beim FSSJ (Freiwilligen Sozialen Schuljahr) bei der Teamgeist einen hohen Stellenwert habe. Ebenso seien die Statuen geändert und das Eintrittsalter von zehn Jahre auf sechs Jahre abgesenkt worden. Aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Rettungskräften werde gepflegt. So würden gemeinsam mit der Feuerwehr Neustadt Szenarien des Katastropheneinsatzes geübt.

Für ganzen Kreis zuständig

Der offizielle Titel "Ortsverband Neustadt" ist noch ein Relikt aus den Zeiten vor der Gebietsreform, obwohl das THW Neustadt für den gesamten Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zuständig ist, daher wäre hier die Nennung als Kreisverband treffender. Finanziert wird das THW aus Mitteln des Bundes. Seine Aufgabe besteht vor allem darin, bei Katastrophen den Landkreis und die Kommunen zu unterstützen. Aber auch als Unterstützung der Feuerwehren bei Brand-Großeinsätzen oder bei Starkregen mit Überschwemmungen wie im Raum Obernzenn wurde das THW gut gerüstet dargestellt.

Neben seinem Gerätekraftwagen, der mit Pumpen, Motorsägen, Beleuchtungssystem, Stromerzeugern, Hebekissen und vielen weiteren technischen Geräten ausgestattet ist, verfügt das THW auch über einen Transport-LKW mit Hebebühne, in dem die selbe Ausstattung zusätzlich in Rollcontainern vorgehalten wird. So ist von jedem Fahrzeug aus eine unabhängige Unterstützung gewährleistet, was die Zusammenarbeit mit anderen Rettungskräften wesentlich vereinfacht. Das THW ist über die Leitstelle in Ansbach in die Alarmierungskette miteingebunden und verfügt mit Digitalfunk und Führungsfahrzeug über modernste Technik.

Im Abschlussgespräch zeigte sich Gabi Schmidt sehr beeindruckt über den Leistungsstand und Ausstattung des THW im Landkreis. Eine solche vom Bund finanzierte Ressource sollte man nicht einfach so nebenbei laufen lassen, sondern verstärkt im Katastrophenfall einsetzen, meinte die Politikerin aus Voggendorf. Gerade die Verwüstungen in Raum Obernzenn hätten gezeigt, dass Hochwasser für unsere Region eine Gefahr darstelle. Hier konnte sich MdL Schmidt sich "gut vorstellen, dass das THW in Neustadt eine Fachgruppe für Hochwassereinsatz bildet, welche überörtlich fach- und sachkundig die Feuerwehren im Landkreis vor Ort unterstützt". 

nb

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