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Langenfelds Bürgermeister verteidigt Doppelkandidatur

Reinhard Streng: Landratskandidatur ist "kein Betrug am Wähler" - 16.12.2013 10:05 Uhr

"Auf jeden Fall legal." - Reinhard Streng hält eine Doppelkandidatur bei der Landrats- und Bürgermeisterwahl für legitim. © arald Munzinger


Er hielte es “für vermessen, mit einer alleinigen Kandidatur für das Amt des Landrates so zu tun, als wäre meine Kandidatur ein Selbstläufer, eine reine Formsache", erklärte Streng zur Doppelkandidatur: "Solch eine Überheblichkeit ist mir fremd. Weil er dies in aller Öffentlichkeit so deutlich erkläre, könne er nicht erkennen, dass eine Doppelkandidatur "Betrug am Wähler" sei, erwiderte Streng die Äußerung eines Mitbewerbers.

Von FWG und UWG sowie vielen Menschen gebeten, seiner Verantwortung nachzukommen und für die Nachfolge von Landrat Walter Schneider zu kandidieren, habe er sich dazu entschlossen und sehe das Amt des Landrates als "reizvolle Herausforderung", so Reinhard Streng gegenüber nn-online. Diese Chance biete sich nur wenigen Menschen und das in der Regel nur einmal im Leben: "Die habe ich jetzt und sie kommt nicht wieder."

Die Aufgaben seien vielfältig sicher anders als in Langenfeld - und die Rahmenbedingungen, unter denen er versuchen wolle, den Landkreis zu gestalten, seien es auch. Das erhöhe den Reiz, noch einmal etwas Neues zu beginnen, für das er – je nach Gesundheit – zwei bis drei Perioden zur Verfügung stehen könne.

Gestaltungspläne für den Landkreis

Streng: "Die Überzeugung, mit der eigenen Vereins- und Berufserfahrung, der politischen Erfahrung als Bürgermeister, Kreisrat und Fraktionsvorsitzender – kurz der persönlichen Lebenserfahrung und dem eigenen Wissen, unseren Landkreis entwickeln und führen zu können, habe ich – bei allem Respekt vor dem Amt." Er habe klare Vorstellungen, wie ein moderner Landkreis aussehen solle, wisse um die Gefahren, die durch die gesellschaftlichen Veränderungen drohten und habe auch klare Vorstellungen, "wie wir die Auswirkungen mindern können, um den Landkreis als Heimat für viele zu sichern."

Nachdrücklich erklärte Reinhard Streng, dass er "Amtsmüdigkeit" als Bürgermeister von Langenfeld nicht kenne. Auch in der Gemeinde warteten viele spannende Themen auf unternehmerische Gestalter, “für die ich bereit stehe, sollte es mit der Wahl zum Landrat nicht klappen“.

Und aus diesem Grund heraus halte er es auch für legitim – “legal ist es auf alle Fälle” – sich auch um das Amt des Ersten Bürgermeisters zu bewerben. Schließlich, so Streng, unterschreibe er keinen Sechs-Jahres-Vertrag., sondern stelle sich lediglich einer demokratischen Wahl, “die gewonnen werden kann – oder eben nicht.“ Schließlich würden seine drei Mitbewerber sicher alles in die Waagschale werfen, selbst Landrat zu werden.

Viele Erfolge, viel zu leisten

Bei der Nominierung zur Bürgermeisterwahl zeigte Streng einen umgangreichen Leistungskatalog der letzten fünfeinhalb Jahre unter dem Motto "Dem demografischen Wandel widersetzen und dem Strukturwandel begegnen" auf. Dass da trotz vielfältiger Erfolge noch viel zu leisten sei, sollte die Liste der anstehenden Aufgaben 2014 und in den Folgejahren deutlich machen. Streng nannte dazu unter anderem die Erneuerung der EDV ebenso wie Energiesparmaßnahmen im Rathaus, Investitionen in den restlichen Digitalfunk und ein neues Tanklöschfahrzeug, die Inbetriebnahme der Tagespflege oder die Entwicklung eines funktionsfähigen Betreibermodell für einen von der Bürgerschaft getragenen Dorfladens sowie Entwicklung eines Konzepts zur Sicherung der Langenfelder Arztpraxis.

"Wir engagieren uns für unsere eigene Zukunft!”, führte Reinhard Streng aus und bat um weitere aktive Unterstützung bei den Bestrebungen um die Lebensqualität in diesem liebens- und lebenswerten Dorf. Die Freien Wähler versicherten ihm Rückhalt sowohl bei der Bürgermeister-, wie bei der Landratswahl.

  

nn/hjm

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