Montag, 19.11.2018

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Mit der Ausstellung "Lebensbilderreise" gegen Depression

Vier Patienten geben persönliche Einblicke in ihre Krankheit - 11.05.2018 10:28 Uhr

Die Ausstellung “LebensBilderReise” macht vom 19. Juni bis 4. Juli in der Altenpflegeschule in Scheinfeld Station. © Privat


Wie fühlt sich eine Depression an? Welche Auswege sind möglich? Die Ausstellung nähert sich dem Thema auf sehr persönliche Weise: Anhand der Geschichten von vier Patientinnen und Patienten der Schön Klinik Roseneck. Sie zeigt Bilder, die diese während ihres Aufenthaltes in der psychosomatischen Klinik geschaffen haben.

Die Betroffenen erzählen in Hörbeiträgen von ihrer Erfahrung der Depression und davon, was ihnen aus der Erkrankung herausgeholfen hat. Die Ausstellung soll so dazu beitragen, das Stigma der Depression weiter abzubauen, damit mehr über die Erkrankung gesprochen wird und Betroffene möglichst früh Hilfe in Anspruch nehmen. Denn Depressionen sind gut behandelbar.

Die Ausstellung ist Teil des Jahresschwerpunktes des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zur Psychischen Gesundheit bei Erwachsenen. Entstanden ist sie in Zusammenarbeit des Ministeriums mit dem Bayerischen "Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG" und der Schön Klinik Roseneck. In Scheinfeld kann sie jeweils zu den Öffnungszeiten an der Berufsfachschule für Altenpflege in Scheinfeld (Goethestraße 6) besichtigt werden. Begleitet wird die Ausstellung durch Fachvorträge und Filmvorführungen (am 28.6. Dokumentationsfilm und am 3.7. Informationsfilm) zum Thema. Die Filme beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss Gelegenheit zum Austausch zum Krankheitsbild Depression. Nähere Informationen gibt es auch unter altenpflegeschule-scheinfeld@web.de oder telefonisch unter 09162/593.

Oft falscher Umgang mit Depression

Die Berufsfachschule sehe natürlich auch ihren Auftrag in der "Vermenschlichung" von Krankheitsbildern, erklärte deren Leiter Marcus Rasim. Allzu oft würden Depressionen verkannt und werde damit falsch umgegangen: "Ich denke ein offener Umgang und die Tatsache, dass es grundsätzlich ja jeden treffen kann sollten schon Anlass genug sein, sich damit auseinander zu setzen". Aber Depressionen gerade auch bei vielen älteren Menschen ob ihrer eigenen Situation vor allem im häuslichen Bereich seien Gegenstand der Auseinandersetzung. Rasim gegenüber nn-online: "Wir wollen deshalb versuchen den Bogen von der Kinderpsychiatrie bis zur Alterspsychiatrie zu spannen und mit Vorträgen noch zu unterstützen".

So würden auch die beiden Filmabende Gelegenheit geben, sich mit der Thematik auseinander zu setzen und eventuell hilfreiche Beratungsangebote mit betroffenen Angehörigen zusammen zu bringen. Entsprechende Ansprechpartner seien bereits kontaktiert. 

nb

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