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Dienstag, 17.10. - 19:16 Uhr

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"Museen im Alten Schloss" mit neuem Programm

Büromaschinen im Wandel der Zeit und Frauen in der Reformation - 05.10.2017 17:31 Uhr

Neun Kolleginnen und Kollegen aus der Neustädter Künstlerinitiative sowie aus seinem Bekanntenkreis hatte Walter Gramming um sich geschart, um eine "Ausstellung zwischen Kunst und Dokumentation" zu gestalten, die ein fast vergessenes Kapitel der Neustädter Geschichte in Erinnerung rufen sollte, die rund 60 Jahre lang das "Alte Krankenhaus" im markgräflichen Schloss geschrieben hatte und das 1958 mit dem Kreiskrankenhaus am Stadtrand endete. Letzte Gelegenheit, sich über die Medizin und Pflege früherer Zeit auszutauschen und dabei auch über die Schlossmauer hinweg in die künstlerische Fantasiewelt von Leben und Tod zu blicken, bietet am Sonntag, 8. Oktober, um 15 Uhr die Finissage.

500 Jahre Reformation waren im "Lutherjahr" Anlass zu vielfältigen Reflektionen von Vorträgen und Ausstellungen über Kunstprojekte und Theaterinszenierungen bis hin zum „Luther Poporatorium“, mit dem "Choralle" am 2. und 3, Dezember in Neustadt und Bad Windsheim für einen abschließenden Höhepunkt sorgen wird. Nun wird in den Neustädter Schlossmuseen die Frage gestellt: "War die Reformation reine Männersache?"

Von wegen, lautet die Antwort von Claudia Berwind M.A., die passend zum Reformationsjahr am Dienstag, 17. Oktober, ab 19 Uhr im großen Schlossgewölbe über „Nonnen, Ehefrauen, Autorinnen - Frauen in der Reformationszeit“ referiert. Der kostümbegleitete Vortrag informiert über die "weibliche Seite" der Reformation. Anhand ausgewählter Biographien, zum Beispiel Argula von Grumbach - eine protestantische Publizistin und Reformatorin, die sowohl mit Georg Spalatin als auch mit Andreas Osiander in Briefwechsel stand - oder Katharina Schütz-Zell, wird die Rolle der Frauen und ihre Bedeutung für die Reformationsbewegung veranschaulicht.

Wandel im Büroalltag

"Büromaschinen im Wandel der Zeit" heißt die neue Ausstellung, welche die Museen im Alten Schloss vom 21. Oktober bis 20. Januar 2018 präsentieren. Aus der Sammlung des Ansbacher Unternehmers Herrmann Kaiser werden zum Teil über 100 Jahre alte Büromaschinen, Schreibmaschinen sowie Rechenmaschinen ausgestellt. Am Freitag 20. Oktober, findet um 17 Uhr die Ausstellungseröffnung im Gewölbe des Alten Schlosses statt.

Der seit 1976 selbständige Unternehmer Hermann Kaiser ist gelernter Kaufmann und seit seinem 18. Lebensjahr in der Büro-Branche tätig. Über 1000 ausgediente Maschinen, die für ihn zu schade zum Wegwerfen waren, fanden im Laufe der Jahre den Weg in seine Sammlung. Eine ausgewählte Anzahl wird nun in den Räumen des Alten Schlosses zu sehen sein und die technischen Entwicklungen im Büroalltag nachvollziehen lassen. Die Ausstellung erzählt nicht nur die Geschichte der Maschinen, sondern auch die ihrer Erfinder und der Firmen, die im Computerzeitalter von der Bildfläche verschwunden sind.  

nb/hjm

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