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Nach 42 Jahren Schulgebäude generalsaniert

Am "Tag der offenen Tür" präsentiert sich Veit-vom-Berg-Schule runderneuert - 17.05.2012 16:31 Uhr

Nun hell und freundlich gestaltet, hat die "Veit-vom-Berg-Schule" eine gelungene Generalsanierung erfahren.

Nun hell und freundlich gestaltet, hat die "Veit-vom-Berg-Schule" eine gelungene Generalsanierung erfahren. © Munzinger


Den Besuchern wird zum „Blick hinter die Kulissen“ ein unterhaltsames Rahmenprogramm geboten. Der Schulverband hatte sich schon beim ersten Konjunkturprogramm beworben, das der Bund 2007/2008 für die Energetische Sanierung aufgelegt hatte.

Mit dem Zuschlag ging es in die Planung, der die drei Mitgliedsgemeinden Uehlfeld, Dachsbach und Gerhardshofen Ende Januar 2010 zustimmten. Dass man die für die Generalinstandsetzung und energetische Modernisierung veranschlagten Kosten von 5.763.000 Euro nicht nur einhalten, sondern nach Mitteilung des Schulverbandsvorsitzenden und Uehlfelder BürgermeistersWerner Stöcker „sogar etwas drunter bleiben“ wird, gilt neben dem einladend-optischen Eindruck als zweiter positiver Aspekt dieses Projektes.

Gibt es doch Beispiele von drastischen Teuerungen genug; etwa beim Schulzentrum des Landkreises in Neustadt/Aisch. Man habe eben nicht nur bestellt, sondern genau geprüft, was noch verwert- und mit geringerem Kostenaufwanden erneuerbar war, „halt so gewirtschaftet, wie beim eigenen Hausbau“ erklärt Stöcker, was fast schon die Ausnahme gerade bei kommunalen Baumaßnahmen darstellt.

Einsparungen ließen unvorhergesehene Kosten auffangen oder auch den einen oder anderen Wunsch – wie einen Weg von der Siedlung zur Schule oder auch abends zum Sport – erfüllen. Dass alle behördlichen Auflagen erfüllt wurden, versteht sich für Stöcker von selbst. Da spielte beispielsweise bei der Generalsanierung der Brandschutz mit Flucht- und Rettungswegen sowie selbstschließenden Türen, Rauchmeldern und einer neuen Brandmeldezentrale eine wichtige Rolle.

Jedes der sieben Klassenzimmer der Grundschule und sechs der Mittelschule wurde ebenso, wie die Fachräume mit Notruftelefonen ausgestattet und jeder Raum kann sofort nach außen verlassen werden. Dazu wurden sieben stählerne Außentreppen installiert.Gefördert wurde die Generalinstandsetzung über den bayerischen Finanzausgleich, die energetische Modernisierung aus dem so genannten „Investpaket“ von Bund und Land.

Die modernisierte Schulküche wird am „Tag der offenen Tür“ die Besucher beeindrucken.

Die modernisierte Schulküche wird am „Tag der offenen Tür“ die Besucher beeindrucken. © Munzinger


Uehlfeld trägt 66 Prozent des kommunalen Anteils, Dachsbach ebenso wie Gerhardshofen 17 Prozent. Schulleiterin Ute Kreuzer und Konrektorin Claudia Finck können sich mit dem Lehrkörper und 233 Kindern in der Grundschule – zweizügige dritte und vierte Klassen, drei Kombiklassen der Jahrgänge eins und zwei – sowie der Mittelschule mit zwei neunten Klassen und je einer von fünf bis acht – über ein helles und freundlich gestaltetes Schulhaus freuen.

Da hat sich vieles grundlegend verändert, was die Pausenhalle auf den ersten Blick zeigt. Die modernisierte Schulküche wird am „Tag der offenen Tür“ besonders stolz präsentiert. Hier bereiten Schüler Herzhaftes für die Besucher zu, die der Elternbeirat zudem mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Besser könnte man die Modernisierung nicht deutlicher machen, als mit dem Kontrast des alten Hausmeisterhaus.

Das werde zwar nicht mehr gebraucht,, könne aber auch nicht abgerissen werden, da sich in ihm die Stromverteilung befinde. Aus dieser „Not“ wird in Uehlfeld eine Tugend gemacht, das Gebäude der Musikschule im Landkreis zur Verfügung gestellt, die darin nicht nur ohne Störung des Schulbetriebes eine Bläserklasse der Veit-vom-Berg-Schule aufbauen, sondern es auch zu anderen Übungszwecken nutzen kann. Die Kreismusikschule wird auch am „Tag der offenen Tür“ mitwirken, an dem der ehemalige Kreisheimatpfleger Heinz Kühlwein sein neue Publikation über „Mythos und Wirklichkeit“ des Namensgebers der Schule, Veit vom Berg, vorstellen wird.

Die Feuerwehr wird die jungen Besucher in ihren Bann ziehen und die Künstlerin Birgit Jönsson mit Schülern das LAG-Kunstprojekt „Bienenbeute“ beginnen. Ferner sorgen der Chor und die TänzerInnen mit Darbietungen rund um das Theaterstück „König Drosselbart“ für ein unterhaltsames Programm (von 14 bis 15.30 Uhr). Dass die Veit-vom-Berg-Schule ihre Erneuerung (nach 42 Jahren) ausgerechnet unmittelbar vor dem 400. Geburtstag des Namensgebers feiert, ist eher zufällig, gezielt hingegen der „Tag der offenen Tür“ zur „Gänsmarktkerwa“.

Da können die Leute zwischen den Schauplätzen des Geschehens pendeln, meint Bürgermeister Werner Stöcker. Der wird eine längere Liste von Dankadressen haben, insbesondere den Einsatz von Hausmeister Alwin Baum als Baustellenleiter, und die Geduld der Lehrkräfte würdigen, die während der zweijährigen Bauzeit viel improvisieren und Lärm ertragen mussten, dabei kostspielige Klassencontainer einsparten. Für die Schüler waren es zwei Jahre spannender Anschauungsunterricht des vielseitigen Bauhandwerkes, so Stöcker.  

Harald J. Munzinger

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