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Freitag, 21.09.2018

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Neue Managerin der Allianz "NeuStadt und Land"

Jana Betz soll für Entlastung der Kommunalverwaltung sorgen - 21.06.2018 18:02 Uhr

"Gruppenbild mit Dame": Die neue Allianzmanagerin Jana Betz stellte sich im Kreis der „NeuStadt und Land“-Bürgermeister vor dem Dietersheimer Rathaus vor. © Harald Munzinger


Zwei Wochen sah sich Jana Betz in den Mitgliedsgemeinden der "Kommunalen Allianz NeuStadt und Land" um, dann machte ein langer Arbeitstag deutlich, was die Allianzmanagerin erwartet. Herzlich willkommen geheißen wurde sie von den Bürgermeistern bei deren Sitzung der Lenkungsgruppe im Dietersheimer Rathaus.

Hier stellte Bürgermeister Robert Christensen die 27-Jährige aus dem Landkreis Fürth vor, für die sich die Allianz unter 35 Bewerbern entschieden hatte - und das richtig, wie die Bürgermeister nach ihren ersten Eindrücken übereinstimmten. Dabei bringt die sympathische Managerin nicht nur den Master in Regionalentwicklung und Wirtschaftsförderung, sondern auch schon drei Jahre praktische Erfahrung in der Regionalentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit mit.

Diese sowie das Tagesgeschäft in der "Allianz NeuStadt und Land" mit der Koordinierung und Begleitung der laufenden wie der geplanten Projekte wird für zunächst drei Jahre ihre Aufgabe sein. Deren Umfang machte eine Vollzeitstelle erforderlich, die vom Amt für Ländliche Entwicklung ebenso gefördert wird, wie von der Regierung von Mittelfranken, da Dorferneuerung wie auch Städtebauförderung im großen Katalog des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes "ILEK" tangiert sind.

Projektarbeit professionalisieren

Für die Bürgermeister von Neustadt, Diespeck, Dietersheim, Baudenbach, Gutenstetten und Ipsheim war es keine Frage, dass auch ihre Kommunen einen Teil der Kosten übernehmen, bedeutet die Allianzmanagerin doch eine spürbare Entlastung ihrer Verwaltung bei "nicht weniger werdenden Richtlinien und Vorschriften" (Christensen) und zugleich eine Professionalisierung der Projektarbeit, wie es Christian von Dobschütz (Diespeck) betonte. Mit seinen Kollegen erwartet er damit das "Voranbringen der Allianz als attraktiver Lebensraum".

Arbeitgeber der Allianzmanagerin wird ein eigens dafür gegründeter Verein sein, das Büro im Obergeschoss des Neustädter Rathauses Jana Betz den Überblick über das Zentrum der Allianz bieten, deren Homepage zu gestalten, eine ihrer ersten Aufgaben sein wird. Dass sie diese und weitere in einer sehr harmonischen kommunalen Familie angeht, vermittelte die Stimmung in der Lenkungsgruppe, in der die Bürgermeister Klaus Meier (Neustadt) und Christian von Dobschütz die Entwicklung in der Allianz zu einer starken Einheit betonten. Das Verhältnis könnte nicht besser sein, sprach Meier von einer "gelebten Nachbarschaft ohne Barrieren und Tabus". Dass das nicht immer so war, erinnerte er an Zeiten von Ratsbeschlüssen, mit der Nachbarkommune nicht zu reden.

Unterdessen gibt es viel miteinander zu reden, werden rege Erfahrungen ausgetauscht, wirkt man etwa beim Datenschutz oder Einkauf von IT eng zusammen, kooperiert bei Anschaffungen und hat mit dem "Anrufsammeltaxi" eine überregional beachtete Einrichtung geschaffen, an der sich inzwischen andere Gemeinden ein Beispiel nehmen.

Gemeinsam mehr erreichen

"Gemeinsam wollen wir mehr erreichen", ist es die Devise der Allianz, worum es auch in der Lenkungsgruppe ging und ein Auftrag der Allianzmanagerin ist, wenn es darum geht, die Projekte nach Prioritäten zu koordinieren. Und auch beim Auftakt "eines weiteren neuen und spannenden Projektes, der Erstellung eines sogenannten Kernwegenetzkonzeptes!" Über das informierte die "BBV Landsiedlung", die das Projekt unterstützt, sowie Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung. Dazu eingeladen waren Landwirte, Stadt- und Gemeinderäte und Waldbesitzer ebenso, wie naturbegeisterte Radler und Wanderer.

Unter "Kernwegen" versteht man vornehmlich Wege in der Flur, die sowohl von der Landwirtschaft, als auch von Erholungssuchenden (Wanderern und Radfahrern) genutzt werden. Da es unzählig viele dieser Wege gebe, die auch aufgrund ihres Alters teilweise "schlichtweg verbraucht" seien, und sich auch die Landwirtschaft mit immer weiter entfernten Pachtflächen sowie immer größer, schwerer und schneller werdenden Maschinen geändert habe, "wollen wir Abhilfe schaffen und die Sanierung dieser Wege gemeinsam in der Allianz systematisch angehen", wurde zum Projekt erklärt. 

Harald J. Munzinger

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