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Freitag, 21.09.2018

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ÖDP-Kreisverband lud zu politischem Abend in Münchsteinach

Partei präsentiert sich als eine Alternative zu den "Etablierten" - 03.08.2018 14:59 Uhr

Jürgen Osterlänger analysierte die Parteienlandschaft und warb für das von der ÖDP initiierte Volksbegehren "Rettet die Bienen". © privat


Wesentlich seien die passenden Antworten auf die wirklich wichtigen Systemfragen, den Artenschutz, menschengerechte Bildungspolitik, den Umbau des Wirtschaftssystems hin zur Gemeinwohlökonomie und die Wertschätzung der Sorgearbeit, wurde betont.

Es gehe nicht um Etiketten und darum, wie etwa der Begriff "konservative Politik" - Analyse des Abends - definiert werde, sondern wie man denke und ob man wirklich eine nachhaltige und enkeltaugliche Gesellschaft anstrebe. "Eine Partei ohne Vision, die nur die Gegenwart verwaltet, ist überflüssig. Um so wichtiger ist es jetzt, wo es an sehr vielen Stellen brennt, die Weichen endlich richtig zu stellen", so Osterlänger. Aus dem Programmheft der bayerischen ÖDP "132 Gründe, die ÖDP zu wählen", wurden einigen exemplarisch dargestellt und in der Runde diskutiert. So gelte es jetzt, das Artensterben nicht mehr hinzunehmen und das aktuell von der ÖDP initiierte Volksbegehren "Rettet die Bienen" kräftig zu unterstützen. Mit einem Existenzsicherungsvertrag für Bauern will die ÖDP Sicherheit geben und Pflege der Kulturlandschaft honorieren und damit auch dem Bauernsterben begegnen.

Eine "wachstumskritische Partei"

Die ÖDP wolle mit Fairhandelsverträgen "endlich nicht mehr auf Kosten anderer wirtschaften und damit auch Fluchtursachen mindern". Außerdem gelte es, sich wieder viel mehr auf regionalere Kreisläufe auszurichten und damit auch die Krisenfestigkeit zu stärken. Osterlänger präsentierte die ÖDP sowohl als "glaubhafte Klimaschutzpartei" wie auch als "wachstumskritische Partei, und das schon sehr lange. Klimaschutz, Energiewende, Ressourcenschonung brauchen alle zwingend einen Systemumbau“, so der ÖDP-Kreisvorsitzende. Ressourcen- und Flächenverbrauch müssten deutlich zurückgehen, wohingegen das Gemeinwohl, faire Löhne, Lebensqualität, Zeitwohlstand, gute Bildung für alle und wahrer gesamtgesellschaftlicher Wohlstand deutlich wachsen müssten.

Mit einem "zukunftsfähigen Programm" lasse sich die ÖDP nicht in recht-links-Schemata zwängen. Die Teilnehmer diskutierten an dem politischen Abend in Münchsteinach auch, dass die Wähler bislang derart langfristig denkende Parteien nicht mit seiner Stimme honorierten. "Dabei steht sehr viel auf dem Spiel" so Gerhard Neuser aus Unternesselbach, der als Listenkandidat für den Bezirk kandidiert. Osterlänger ergänzte „und es wäre schade, seine Stimme an eine Partei zu verschenken, die keine guten Visionen hat“. Die ÖDP sei schon lange "die wirkliche Alternative zu den etablierten Systemparteien, die sich durch Annahme von Konzernspenden schon längst abhängig gemacht haben. Die ÖDP ist hingegen nur wählbar und nicht käuflich" so Osterlänger. 

nb

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