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Donnerstag, 13.12.2018

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ÖPNV: "Gravierende Verbesserungen"

ÖPNV im Aurachgrund jetzt deutlich attraktiver - 06.12.2018 14:37 Uhr

Die Landräte Alexander Tritthart und Helmut Weiß sowie die Bürgermeister Dr. German Hacker, Harald Kempe, Rüdiger Probst und David Schneider (v. l) bei der Probefahrt der neuen Aaurach-Buslinie. © Peter Müller


In der Tat erhöhen sich die jährlichen Kilometer im "Linienbündel" der Region von bislang 550.000 auf 970.000, allein zwischen Emskirchen und Herzogenaurach wird es künftig täglich zehn Fahrtenpaare geben, angepasst an die Fahrzeiten der Züge bzw. in Nürnberg an die Haltestellen der Straßenbahnen.

Im Aurachgrund startet somit ein neues Fahrplankonzept, welches besonders Pendlern zwischen Emskirchen und Herzogenaurach beziehungsweise von dort nach Nürnberg eine Alternative zum Auto bietet. Ergänzt werden die Linien 134 und 199 durch den "Herzo-Express" und weitere Zubringerdienste im Landkreis Erlangen-Höchstadt.

"Das ist ein guter Einstieg in deutliche Verbesserungen an dieser Stecke und wir hoffen, dass die neue Taktung auch angenommen wird", erklärten übereinstimmend die beiden Landräte. Dass die Verkehrsverbindungen deutlich verbessert werden müssen, zeige allein die Tatsache, dass in Herzogenaurach in den letzten Jahren jährlich 1.000 neue Arbeitsplätze entstanden sind und "die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht alle in der Stadt einen Bauplatz bekommen können", so Bürgermeister Dr. German Hacker. "Das Thema Wohnen ist bei uns in der Stadt alleine nicht lösbar, wir brauchen die Zusammenarbeit mit angrenzenden Gemeinden beider Landkreise". Ihm schwebe vor, ähnlich den Plänen in manchen Großstädten, mit Sondertarifen mehr Menschen zum ÖPNV zu bringen, "und zwar im Verbund mit dem Land". Im Vorgriff auf die geplante Stadt-Umland-Bahn habe die Stadt eigene Linien initiiert.

Alle Repräsentanten der beteiligten Gemeinden waren von den Plänen sehr angetan. Mit dabei waren neben den Bürgermeistern von Emskirchen, Hagenbüchach und Wilhelmsdorf, Harald Kempe, David Schneider und Rüdiger Probst, auch die im Landratsamt Neustadt für den Öffentlichen Personennahverkehr Zuständigen Ralf Keller und Armin Reuter. Aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt war neben Dr. Hacker auch Klaus Schumann, Bürgermeister von Aurachtal, vertreten.

Von "einem Beitrag zum Schutz natürlicher Ressourcen durch reduzierten Individualverkehr" sprach zum Beispiel Bürgermeister Probst aus Wilhelmsdorf. Lob erhielten die Marktgemeinde Emskirchen und ihr Bürgermeister Harald Kempe für ihren Mut, den Bahnhof zu kaufen, in Eigenregie zu gestalten und zu einem Knotenpunkt werden zu lassen. "Ein großes Danke" sei dem Busunternehmer geschuldet, der "auf eigenes Risiko viel in neue Busse investierte", so die kommunalen Mandatsträger. 28 neue Fahrzeuge habe er in Betrieb gestellt, berichtete Firmenchef Werner Vogel. Es werden neue moderne Niederflurbusse eingesetzt, barrierefrei und mit kostenlosem WLAN ausgestattet. Infos zu den neuen Linien gibt es beim VGN unter Telefon 0911 27075-99 bzw. im Internet: www.vgn.de

pmw

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