|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Um sich ein Bild zu machen, wie ein solches Projekt erfolgreich realisiert werden kann, hatten Corinna Gräßel vom Bündnis gegen Rechts und Friedrich Weiß als Mitglied im Geschichts- und Heimatverein Vertreter der Projektgruppe „Würzburger Stolpersteine“ eingeladen, die auch einen (mit einem Schreibfehler gefertigten und daher nicht verlegten) „Stolperstein“ zur Ansicht mitbrachten. Benita und Michael Stolz sowie Helmut Försch erläuterten anhand einer Präsentation ihre praktische Arbeit, die Organisation des Würzburger Projektteams, die Zusammenarbeit mit der Stadt sowie die Kooperation mit zahlreichen weiteren Organisationen – von amnesty international über die Kirchen bis zur Volkshochschule.
Die Fragen der Neustädter gingen im Anschluss schon bis in die Details der Steinverlegung: die Terminabstimmung mit dem Künstler Gunter Demnig, der Umgang mit den Steinen bei Bauarbeiten auf dem Gehweg oder die Erstellung von Spendenquittungen wurden thematisiert. Die dritte Bürgermeisterin Ruth Billmann und Stadtrat Bernd Schnizlein interessierten sich besonders für die erforderlichen Genehmigungen seitens der Stadt zur Verlegung von Stolpersteinen im öffentlichen Raum. Hier erläuterten die Würzburger Gäste, dass nicht jeder Stein und jeder Ort explizit genehmigt werden müsse, sondern dass es üblich sei, einen Grundsatzbeschluss im Stadtrat zu fassen und dann die genaue Abstimmung der Lage eines Steins auf Verwaltungsebene zu klären.
Bezirksrätin Gabi Schmidt schlug vor, für Begleitveranstaltungen zu Steinverlegungen, wie sie in Würzburg üblich sind, das jüdische Museum in Fürth mit einzubeziehen. Ilse Vogel regte an, für Schüler, die zwangsweise die Schule in Neustadt verlassen mussten, oder für Menschen, die sich unter dem Druck der zunehmenden Ausgrenzung das Leben nahmen, zusätzlich Gedenktafeln mit dem Lebenslauf oder einen entsprechenden Gedenkort zu ge- stalten. Die Anregung wurde als Ergänzung mit aufgenommen.
Nach den Gesprächen mit den Würzburger Aktiven erklärten sich knapp ein Dutzend Neustädter bereit, aktiv an dem Projekt mitzuarbeiten. Die anschließende Projektstrukturierung auf der Pinnwand lehnte sich stark an die Projektgliederung aus Würzburg an – mit Arbeitspaketen von der praktischen Organisation der Verlegung über die Öffentlichkeitsinformation und die Datenrecherche bis zur Klärung der Zusammenarbeit mit der Stadt.
Die neue „Arbeitsgruppe Stolpersteine“ trifft sich zum ersten Arbeitstreffen, bei dem eine Projektbeschreibung und eine Konkretisierung der Arbeitspakete erstellt werden sollen, am Mittwoch, 3. November, um 19.30 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Neustädter Rathauses. Weitere Mitarbeiter, die sich in die praktische Umsetzung der „Stolperstein“- Idee einbringen möchten, sind willkommen.
In unserer hektischen Zeit kommt das Nachdenken oft zu kurz.