Montag, 24.09.2018

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Ratgeber im Alltag: "Senioren-Wegweiser" vorgestellt

Broschüre für Senioren aus Markt Erlbach, Neuhof und Trautskirchen - 09.05.2018 16:03 Uhr

Das Bürgermeistertrio Friedrich Pickel, Dr. Birgit Kreß und Bruno Thürauf (stehend v. l.) dankte dem ehrenamtlich wirkenden Team für den gelungenen "Senioren-Wegweiser". © Harald Munzinger


Da die Angebote für Senioren immer komplexer würden, sei die Idee entstanden, sie in einer Broschüre zusammen zu fassen, stellte Markt Erlbachs Erste Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß mit ihren Kollegen Bruno Thürauf aus Neuhof sowie Friedrich Pickel aus Trautskirchen den Leitfaden durch den Seniorenalltag vor. Ein Projekt, das den demografischen Wandel auch als Herausforderung für ländliche Kommunen aufgreift und für Thürauf ein Exempel für das gute Zusammenwirken der drei Allianzgemeinden darstellt.

Wobei sich dieses beim "Senioren-Wegweiser" nicht auf Verwaltungsebene, sondern beim bürgerschaftlichen Engagement bewähren sollte, ehrenamtliche Kräfte gut ein Jahr alle wichtigen Informationen zusammengetragen haben. Eine Arbeit, die sich gelohnt haben sollte, wie sich Stefanie Mandel freut, die mit ihren täglichen Erfahrungen in der Markt Erlbacher AWO auch den Impuls für das Projekt gegeben hatte. Die Anerkennung dafür teilt sie mit Elfriede Weigand, Eva Sill-Schmitt, Marianne Strauß und Waltraud Thürauf im Teamwork der Markt Erlbacher AWO-Quartiersentwicklung "Hand in Hand in die Zukunft" sowie der Neuhöfer Organisation "Für einander da sein".

Wertvolles ehrenamtliches Wirken

Ohne dieses ehrenamtliche Wirken wären weder Wegweiser noch die vielfältigen Hilfen für die Senioren in den Gemeinden vorstellbar, stimmte das Bürgermeistertrio bei der Vorstellung der Broschüre mit einer Auflage von 3000 Exemplaren überein. Friedrich Pickel zeigte sich dabei dankbar, dass Vereine, VdK und Kirche sich der älteren Mitbürger auch ohne organisierte Nachbarschaftshilfe annähmen: "Das funktioniert recht gut". So wie auch sein Kollege Bruno Thürauf und Dr. Birgit Kreß die Senioren in guter Gemeinschaft wissen.

Dennoch sei es wichtig, im Bedarfsfall einen Ratgeber zur Hand zu haben, von dem man hofft, dass er auf die Fragen der Senioren Antworten geben kann, ihnen die nötigen Anlaufstellen und Adressen bietet, um möglichst lange ein eigenständiges Lebens meistern zu können. So bietet der Wegweiser einen Überblick über Angebote für Freizeit, Bildung und Kultur ebenso, wie Adressen von medizinischen Dienstleistungen und Kliniken sowie Einrichtungen der Gemeinden - wie etwa der Markt Erlbacher Bürgerbus.

34 Seiten starker Leitfaden

"Rat, Unterstützung, praktische und ideelle Hilfe für das Leben im Alter und für betreuende Angehörige" zu bieten, ist es das Anliegen des Projektteams gewesen, das - umfassend, wenn auch ohne Anspruch auf Vollständigkeit - Angebote für die Senioren bündelte, "die sich aktiv ins gesellschaftliche Leben einbringen wollen". Ebenso wurden Hilfestellungen für die Zeit zusammengetragen, "in der Mobilität und Mitmachen vielleicht nur noch eingeschränkt möglich sind und man die Hilfe Dritter benötigt". Dass jeder, der sich die Fähigkeit erhalte, Schönes zu erkennen, nie alt werde, sollte Franz Kafka den Leitfaden für den 34 Seiten starken Alltagsbegleiter bieten.

Ob es ums Gedächtnistraining oder den gemeinsamen unterhaltsamen Mittagstisch geht, um Büchereien oder sportliche Aktivitäten, um Geselligkeit oder Fahrdienste, um ambulante oder Tagespflege sowie Wohnraumberatung, der "Senioren-Wegweiser" ist übersichtlich gegliedert und nicht durch Werbung "zerklüftet". Der Verzicht darauf - bis auf die Förderung der Sparkasse - "kostet" die Gemeinden rund 1250 Euro. Jetzt gilt es, den handlichen Ratgeber "unter die Leute zu bekommen". Er liegt in den Gemeinden auf. 

Harald J. Munzinger

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