Sonntag, 18.11.2018

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Schöne Festtage: Europatag in den Ipsheimer Weinbergen

Viele Gäste aus dem Umland aber auch aus dem Rest Deutschlands waren vor Ort - 11.05.2018 15:28 Uhr

Stellvertretender Bürgermeister Schmidt mit Jannik Haverkock, Studienrätin Slawin-Ort, Siobhan Hönig, Landrat Schnitzlein, Maximilian Held (Ehrenpreis) sowie Hans-J. Teufel und Horst Koydl (v. l.) bei der Siegerehrung des Etikettenwettbewerbes. © privat


Zu dem hatte wiederum die Europa-Union Mittelfranken zum ersten "Europa-Versuchs-, Lehr- und Demonstrationsweinberges" unterhalb der Burg Hoheneck eingeladen. Bei noch strahlendem Sonnenschein Eröffnete Bezirks- und Kreisvorsitzender Hans-Joachim Teufel in seiner kurzen Begrüßung das 18. Europafest am Weinberg. Man sei also jetzt volljährig, meinte er und freue sich auf noch viele solche schöne Festnachmittage. Ganz besonders begrüßen durfte er "ihre Weinhoheit" Daniela I., sowie den stellvertretenden Landrat Dr. Schnitzlein an der Spitze der Ehrengäste aus der Kommunalpolitik. 

 Aber auch Gäste aus dem Nürnberger Land, der Regierungshauptstadt Ansbach sowie gar aus dem hohen Norden Deutschlands, die mit dem Weinbergsprojekt verbunden sind, konnten begrüßt werden. In ihren Grußworten unterstrichen sowohl die Weinkönigin wie auch Landrat und Bürgermeister wie wichtig es sei, „dass wir unser Europa, wie es seit nunmehr 70 Jahren gewachsen ist, weiterentwickeln und festigen“. Welcher Weg dazu zu beschreiten sei, sollte die zeitgleiche Ehrung des französischen Präsidenten Macron mit dem diesjährigen Karlspreis in Aachen zeigen; „Es braucht Mut und neue Ideen, die Europa zusammenhalten“. 

Ethik-Dialog: Hat Barmherzigkeit Grenzen? 

Unter der Frage "Hat Barmherzigkeit Grenzen" gestaltete Franziskaner-Bruder Josef Fischer aus dem Kloster Schwarzenberg zusammen mit Hans-J. Teufel einen Ethik-Dialog, der rund um das Verständnis der beiden Begriffe Grenzen und Barmherzigkeit sowohl die biblischen Hinweise wie auch die gesellschaftlichen und ganz persönlichen Empfindungen zu diesem Thema vertieften. 

Da ist die Geschichte vom barmherzigen Samariter, der einem fremden Menschen hilft und dann die Verantwortung in andere Hände delegiert. Und da gibt es den Kniefall des Papstes vor den "Verfehlungen der Kirche" in früheren Jahrhunderten, die viel Leid und Not über die Menschheit gebracht haben. Dafür dürfe man die Augen nicht verschließen, so der Papst, sondern die eigenen Fehler aufarbeiten und dazu stehen. Barmherzigkeit hat durchaus Grenzen, alleine schon dann, wenn die Aufopferung für den Mitmenschen einem selbst schadet, aufarbeitet ja gar vernichten kann. 

 In seiner Zusammenfassung forderte Hans-J. Teufel gerade die Jugendlichen nachdringlich auf, gemeinsam am "Projekt EUROPA" weiter zu arbeiten, immer neugierig zu bleiben, Drachen zu lernen und in die Nachbarländer zu reisen, um so zu lernen und zu verstehen, wie die jenseits unserer Landes- und Sprachgrenze, so ticken.

Schüler entwarfen Etiketten 

 Die Preisträger des diesjährigen Wein-Etiketten-Wettbewerbes der Europa-Union Mittelfranken waren sichtlich erfreut, über die ihnen zuteil gewordene Ehre. Sie waren zur Auszeichnung des Weinetiketten-Wettbewerbes im Rahmen der Feier des "Europa-Tages" an der "Mailheimer Steige" eingeladen. Mit der Etikettengestaltung befasst hatten sich die Kunstklassen des Neustädter Friedrich-Alexander-Gymnasiums. 

In einer Bildergalerie konnten alle ausgewählten Arbeiten aus dem Etikettenwettbewerb bestaunt werden. VorsitzenderTeufel wies darauf hin, dass es eigentlich jedes einzelne Etikett verdient habe, auf eine Weinflasche zu kommen. Die Jury habe es sich nicht einfach gemacht, aus dieser Auswahl zwei Sieger zu ermitteln. Er dankte auch Studienrätin Slawik-Ort für die Begleitung dieses Wettbewerbes. Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler bewiesen wieder einmal, wie sich diese mit dem Thema Europa auseinandersetzen. 

Musikalisch umrahmt

Mit unterschiedlichen Techniken entstanden hervorragende Bilder, von denen es zwei auf die Flaschen des Jahrgangs 2017 geschafft haben. Jannik Haverkock und Siobhan Hönig konnten für ihre Arbeiten die meisten Punkte bei der Jury sammeln und durften an diesem Tag die ersten Flaschen mit ihrem Etikett in Empfang nehmen. Daneben gab es aus der Hand der Bezirksvorsitzenden noch ein kleines Preisgeld sowie einen in Silberdraht gefassten Anhydrit-Stein. 

 Die kleinen Gipsverbindungen stammen aus dem Weinberg. Dort sorgen sie dafür, dass die Wärme der Sonne lange in der Erde gespeichert wird. So sollen die Schmuckstücke auch Symbole sein und immerwährend die Herzen der Preisträger erwärmen, so Horst Koydl bei der Übergabe. 

 Das "Europafest" am Weinberg wurde auch in diesem Jahr wieder musikalisch umrahmt vom "Neuen Chor Ipsheim" unter der musikalischen Leistung von Gerhard Zelzer. Die Frauen und Männer des Chores zeigten einmal mehr ihr Können und erfreuten die vielen Gäste des Festes mit stimmsicheren und mitreißenden Liedbeiträgen. 

nb

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