Mittwoch, 14.11.2018

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Streit zwischen SPD- und CSU- Kreisverbänden spitzt sich zu

"Vorgehensweise der einst stolzen Volkspartei SPD" mache sprachlos - 31.08.2018 18:53 Uhr

Der CSU-Kreisvorsitzende verteidigt Dr. Thomas Goppel (v. r.) gegen massive Vorhaltungen aus dem SPD-Kreisverband, die zum Zerwürfnis der Parteien führten. © Harald Munzinger


Streitpunkt sind Reaktionen im SPD-Kreisverband auf Äußerungen des Landesvorsitzenden der Senioren-Union, Dr. Thomas Goppel, bei einer Veranstaltung im Landkreis. Die CSU-Kreisvorstandschaft hätte es nicht für möglich gehalten, dass aus der hiesigen Landkreis-SPD, mit der man in Kommunalparlamenten zusammenarbeitet, versucht wird, den sozial hoch anerkannten und langjährigen Bayerischen Staatsminister Dr. Thomas Goppel und die Christlich-Soziale Union öffentlich als unchristlich und unsozial an den Pranger und in eine bestimmte unappetitliche Ecke zu stellen, reagiert die CSU scharf. 

In der ist man erzürnt darüber, dass dies hiesige SPD-Funktionäre getan hätten, ohne dass jemand an der Versammlung der Senioren-Union teilgenommen habe. Der SPD reiche für diese schwerwiegenden Vorwürfe ein Zeitungsbericht, in dem logischerweise nur bruchteilhaft über die Reden und die Veranstaltung berichtet werden konnte. "Als CSU-Kreisvorsitzender weise ich diese ungeheuerlichen Vorwürfe der SPD sowohl gegen Dr. Thomas Goppel als auch gegen die CSU entschieden zurück", erklärte MdL Hans Herold gegenüber nordbayern.de. 

"Die Vorgehensweise der einst stolzen Volkspartei SPD bei dieser in der Bürgerschaft so emotionalen Thematik macht uns sprachlos", so Hans Herold und die vier stellvertretenden CSU-Kreisvorsitzenden. Diese Anschuldigungen könne man sich als Demokraten nicht gefallen lassen. Genau mit dieser Vorgehensweise stärke die SPD t man die Extremen auf der linken und auf der rechten Seite. Trotz oftmals unterschiedlicher Meinungen sollte man auch den politischen Mitbewerber fair und wertschätzend behandeln. 

Bayern bewältigt Flüchtlingssituation am besten

Die großen Herausforderungen der Flüchtlingssituation würden, auch Dank eines großartigen ehrenamtlichen Engagements, bisher nirgends so gut bewältigt wie im Freistaat Bayern. Kein Bundesland in Deutschland investiere in die Integration so viel wie der Freistaat Bayern. Von 2015 bis 2018 habe Bayern für Unterbringung, Versorgung, Bildung und Integration von Flüchtlingen über neun Milliarden Euro ausgegeben. Zigtausende von Flüchtlingskindern würden in den bayerischen Kindergärten und in den bayerischen Schulen im Unterschied zum SPD-regierten Land Berlin eine gute Bildung. Rund 150.000 Flüchtlinge seien in Bayern in Arbeit, Ausbildung oder in Praktika integriert worden. Bayern habe die besten Integrationsergebnisse vorzuweisen, "so dass wir uns nicht von der SPD als unchristlich und unsozial bezeichnen lassen", führt der CSU-Kreisvorstand aus.

 Vorsitzender Hans Herold: "Aus politischer Verantwortung ist uns als CSU dabei bewusst, dass Deutschland die extrem große Herausforderung der globalen Flüchtlingssituation alleine nicht lösen kann. Dies sollten auch SPD-Funktionäre endlich zur Kenntnis nehmen". Er wünsche sich nichts sehnlicher, "als dass wir, gerade bei dieser emotionalen Thematik, innerhalb der demokratischen Parteien wieder in einen vernünftigen Dialog kommen", schließt seine Stellungnahme 

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