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Sonntag, 23.09.2018

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Tag des offenen Denkmals in Neustadt und Bad Windsheim

Am Sonntag locken die zwei Städte mit Kulturprogramm - 07.09.2016 17:00 Uhr

Der Würzburger Torturm, eines der ehemaligen Stadttore Uffenheims, ragt über die Dächer der Stadt. © Harald Munzinger


In Bad Windsheim kann das "Archäologische Fenster" am Marktplatz mit bedeutende Ausgrabungen aus der Gründerzeit der Stadt von 14 bis 16 Uhr bei Führungen besichtigt werden. Eine Stadtführung durch die historische Altstadt beginnt um 15 Uhr am Rathaus-Durchgang. Der “Alte Klosterchor mit historischer Stadtbibliothek“ ist von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Architekt Hermann Keim informiert über den aktuellen Stand des Vorprojektes der Restaurierung des Klosters. Ab 15 Uhr singen und spielen die Bad Windsheimer Sänger und Spielleut alte überlieferte fränkische Volksmusik. Museumsleiterin Dr. Andrea K. Thurnwald führt ab 14.30 Uhr im "Museum Kirche in Franken" durch die Jubiläums-Ausstellung "Lebendige Steine" im Museum Kirche in Franken mit: "Gräber, Pfründner, Denkmalschützer. Bürger retten die Spitalkirche."

Zu einer Führung auf dem Burghaslacher "Kulturweg" treffen sich die Teilnehmer um 14 Uhr am Brunnen vor der St. Ägidiuskirche. Der geschichtliche Spaziergang führt zu fünf Stationen des Burghaslacher Kulturwegs und dauert etwa zwei Stunden. Um Anmeldung wird gebeten (bis Freitag, 9. September 2016 bei der Gemeindeverwaltung Burghaslach, Herr Kreuzer, Tel. 09552 932012, bis Samstag, 10. September bei Herrn Hofmann, Tel. 09552 1854).

Über den "Jüdischen Friedhof" bei Diespeck weiß die Fachbuchautorin Ilse Vogel bei einer Führung um 15 Uhr viel über die Begräbnisstätte der jüdischen Bürger aus den Gemeinden Diespeck und Pahres von 1786-1938 zu berichten. Der Friedhof befindet sich auf halber Strecke zwischen Diespeck und Dettendorf.

In Dottenheim (Gemeinde Dietersheim) die etwas abseits des Dorfes auf einem Hügel über das Aischtal ragt, besteht die Gelegenheit, etwas über die Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche St. Cyriakus und den Ort zu erfahren. Führungen finden von 13 bis 17 Uhr nach Bedarf statt.

Im Westen des Landkreises kann Gollhofen um 16.30 Uhr bei einer Führung durch den Altort erkundet werden.Treffpunkt ist am Kettenbrunnen in der Mitte des Dorfes neben dem Rathaus. Bei der Führung werden der Kettenbrunnen, das Limpurger Zollhaus aus dem Jahre 1751, der Bischofsbrunnen sowie die Evang. Kirche St. Johannis aus dem Jahre 1493 vorgestellt. In Gollhofen findet an diesem Tag zudem die 1275 Jahrfeier statt.

Burg Hoheneck bei Ipsheim ist von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Neben den regelmäßigen Führungen werden ein Bücherflohmarkt mit Büchern zum Kilopreis, ein Kinderflohmarkt sowie Bastel- und Spielaktionen angeboten. Im Burghof ist für Essen sowie Kaffee und Kuchen gesorgt. Informationen und Anmeldung für den Kinderflohmarkt unter 09846 9717-0 oder info(at)burg-hoheneck.de.

Das "Torschreinerhaus" kann in Markt Bibart von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Gezeigt wird eine Ansichtskarten- und Bilderausstellung von Markt Bibart und Umgebung. Die "Julius-Echter-Kirche St. Marien" wird von 11.30 bis 18 Uhr geöffnet sein. Führungen (etwa. 35 Minuten) beginnen um 13, 14.30, 16 und 17.30 Uhr durch Benno Kögler und Bernd Kindler.

Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn ließ den Sakralbau 1614 im nachgotischen Julius-Stil auf eigene Rechnung errichten. Neben der imposanten Innenausstattung von Hofbildhauer Johann Peter Wagner aus dem 18. Jahrhundert beherbergt sie eine bedeutende Orgel von Johann Philipp Seuffert aus dem Jahr 1760.

Da der Heimatverein Markt Erlbach sein Museums-Depot entschlackt und sich von Museumsobjekten trennt findet von 14 bis 16 Uhr in der Halle der Firma Teichmann am Hagenhofer Weg eine Versteigerung von Haus- und landwirtschaftlichen Geräten statt. Dort werden ferner Kaffee und Kuchen angeboten. Durch den Altort beginnt um 11 Uhr eine Führung am Torhaus eine Führung zu denkmalgeschützten Gebäuden.

Altes Schloss, Würzburger Torturm und mehr

Nach Abschluss der umfangreichen Sanierung des Alten Schlosses in Neustadt und Einrichtung der Museumslandschaft werden die Räume bei freiem Eintritt von 10 bis 17 Uhr der Öffentlichkeit präsentiert und dabei fachliche Erläuterungen zum Gebäude und zum musealen Bereich gegeben. Um 14 Uhr findet eine Führung mit dem Arichtekten Veit Huber statt. Der Dachboden über dem Markgrafenmuseum ist ebenfalls geöffnet, außerdem wird es eine Ausstellung mit Fotos von der Sanierung der Gebäude geben.

Bilderstrecke zum Thema

Alte Schmiede öffnet zum Tag des offenen Denkmals

Im Erdgeschossgewölbe des 1801 erbauten zweigeschossigen Mansarddachhauses ist die Schmiede im Originalzustand erhalten, die 1965 ihren Betrieb eingestellt und sich das Familienunternehmen Köstner auf den Fahrzeugbau spezialisiert hatte. Am "Tag des offenen Denkmals" wird erstmals der Blick hinter die geschichtsträchtige Fassade ermöglicht.


Die Sanierung der Gebäude seitens der Stadt Neustadt und den Fördergebern stellen gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Engagement des Geschichts- und Heimatvereins zum Betrieb des Museums ein gelungenes Beispiel für den Erhalt und die Nutzung der denkmalgeschützten Bausubstanz dar. "Gemeinsam Denkmale erhalten", ist hier das Motto des Denkmaltages wörtlich zu nehmen. Ebenso bei der von 13 bis 15 Uhr geöffneten Schmiede (im Privatbesitz der Familie Köstner) technische Einbauten und die Schmiedewerkzeuge stellen ein anschauliches technikgeschichtliches Zeugnis für das Schmiedehandwerk darstellen. Als Leaderprojekt soll sie künftig in die Stadtführungen eingebunden werden (nn-online berichtete).

In den Ausstellungsräumen des Schlossgasthofs von Schloss Schwarzenberg in Scheinfeld zeigt der "Förderverein Museum Schwarzenberg e. V." von 11 bis gegen 19 Uhr eine Fotodokumentation des federführenden Berliner Architekturbüros Anderhalten sowie Filmbeiträge von Jochen Vetter über die Renovierungsarbeiten am und im Schloss Schwarzenberg. Unter dem Blätterdach des Biergartens locken kleine Köstlichkeiten.

Kostenlose Schlossführungen finden 14 und 16.30 Uhr statt. Kunstinteressierte können sich an einer Auswahl von Bildern aus dem Nachlass der im vergangenen Jahr verstorbenen Künstlerin Dagmar Allendorf erfreuen. Die Motive der Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken umfassen Stillleben, Porträts und Landschaftsdarstellungen.

Im Rahmen einer Ausstellung werden die Geschichte der Schafscheune und die Bestände des Heimatmuseums in Sugenheim gezeigt. Die ehemalige Schafscheune wird von 13 bis 17 Uhr geöffnet sein. Von 14 bis 18 Uhr kann der "Würzburger Torturm" in Uffenheim besichtigt werden. Bei dem Torturm in der Würzburger Straße 12 handelt es sich um eines der ehemaligen Stadttore. Der Turm ist im Kern aus dem 14. Jahrhundert.

Schließlich nimmt auch das Schloss Unternzenn (Markt Obernzenn) am "Tag des offenen Denkmals" teil. Um 14, 15 sowie 16 Uhr finden Führungen durch das Schlossareal statt. Schloss Unternzenn ist ein typischer und unveränderter fränkischer Adelssitz der hier seit 700 Jahren ansässigen Freiherren von Seckendorff. Das Schloss wird zur Zeit aufwändig restauriert und wieder instand gesetzt.

Das bundesweite Programm ist unter http://www.tag-des-offenen-denkmals.de einsehbar. Eine kostenfreie App ermöglicht die mobile Nutzung vor Ort. Die Programmpunkte im Landkreis sind auch unter www.kreis-nea.de "Aktuelles" zu finden. 

nb

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