Montag, 10.12.2018

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Von "Frauen in Franken" und wilden Markgrafen

Geschichts- und Heimatverein Neustadt an der Aisch legt neues Programm auf - 24.09.2012 09:30 Uhr

Mit einer anmutigen Skulptur wird im Neustädter Schlosshof a Kurfüsrtin Anna erinnert, die hier ihren Witwensitz hatte. © Munzinger


Einer dieser Frauen ist im Neustädter Schlosshof seit 1992 ein Denkmal gesetzt: Markgräfin und Kurfürstin Anna, geborene Herzogin von Sachsen und Kurfürstin von Brandenburg. Als zweite Gemahlin des Markgrafen Albrecht Achilles hatte sie ihr geliebtes Neustadt als ihren Witwensitz gewählt. „Ihr Hof war ein Vierteljahrhundert ein geistiger Mittelpunkt der fränkischen Zollernlande“, ist auf der Tafel zur anmutigen Skulptur inmitten des Apothekergartens zu lesen.

Kurfürstin Anna zeigt auch das Titelbild der Ausstellung, die am Dienstag, 9. Oktober, um 17 Uhr in der Ehrenhalle des Neustädter Rathauses festlich eröffnet werden wird. Zweiter Bürgermeister Reinhard Wendel und die Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten, Karin Knorr, werden die Gäste willkommen heißen, Julia Krieger vom Kulturreferat des Bezirks Mittelfranken in die Ausstellung einführen. Die „Neustädter Stadtpfeifer“ gestalten den musikalischen Rahmen der Vernissage.

Kriminalgeschichten und Heilpflanzen

Aus ihren neuesten Kriminalgeschichten lesen ebenfalls am 9. Oktober um 20 Uhr im Schlossgewölbe Sabine Fink und Jan Beißen. Bereits am Dienstag, 25. September, lädt der Neustädter Geschichts- und Heimatverein um 19.30 Uhr zu einem Vortrag in das Gewölbe des Alten Schlosses ein. Diplom-Ingenieur Walter Knur aus Uttenreuth zeigt die Spuren der Siebener in Neustadt auf und befasst sich mit den Siebener-Ordnungen des Brandenburg-Bayreuther Oberamtes Neustadt an der Aisch.

Die Heilpflanze des Jahres 2012, die Koloquinte, stellt am Freitag, 19. Oktober, der Apotheker Dr. Lothar Kabelitz in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule vor. Dazu lädt der Geschichts- und Heimatverein um 20 Uhr in das Gewölbe des Alten Schlosses ein, in dem am Dienstag, 30. Oktober , der Historiker und Kreisheimatpfleger Dieter Mäckl, ab 19.30 Uhr „Das Verhältnis Franken-Brandenburg“ aufzeigt. Er vermittelt am Samstag, 20. Oktober, bei einer Exkursion in Zusammenarbeit mit der VHS „Wo Franken sanft zu Ende geht“. Am Neustädter Plärrer erfolgt die Abfahrt um 7.30 Uhr, in Emskirchen um 7.45 Uhr (Anmeldungen bei der Volkshochschule).

Ende November wird in einem Vortrag Prof. Dr. Georg Seiderer, Professor für Neuere Bayerische und Fränkische Landesgeschichte und Volkskunde an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, den „Wilden Markgraf“ in Erinnerung bringen. Er befasst sich dabei mit Carl Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach in der populären Überlieferung und in der Geschichtsschreibung.

In Anekdoten wird der Historiker Dr. Wolfgang Mück, Altbürgermeister von Neustadt, Friedrich II Ende Februar 2013 skizzieren und Ende März nächsten Jahres plant der Geschichts- und Heimatverein einen Vortrag von Dr. Reinhard Seyboth (Lehrstuhl für neuere Geschichte an der Universität Regensburg) über Markgraf Albrecht Achilles. 

Harald J. Munzinger

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