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Wilhelmsdorfer Bürgermeister Werner Friedrich gestorben

Er prägte die Entwicklung der Gemeinde nachhaltig - 30.08.2017 18:35 Uhr

Bei den Glückwünschen zum VG-Jubiläum durch den ehemaligen Ministerpräsidenten Günther Beckstein war Wilhelmsdorfs Bürgermeister Werner Friedrich (r.) noch voller Zuversicht und Pläne. © Harald Muntinger


Seine Ideen hätten "die Fortentwicklung seiner und unserer Heimat seit seiner Wahl im Jahr 2002 entscheidend geprägt, wobei das Gemeinwohl stets im Mittelpunkt seines Einsatzes stand". Das war auch im März beim Jubiläum der Verwaltungsgemeinschaft Hagenbüchach-Wilhelmsdorf zum Ausdruck gekommen, zu dem der ehemalige Ministerpräsident Günther Beckstein Friedrich - nach schwerer Krankheit genesen und voller Zuversicht – und seinem Kollegen David Schneider gratulierte. Zunächst Vorsitzender der VD, hatte Werner Friedrich mit dem Kollegen Schneider dieses Amt getauscht und sich als stellvertretender Sprecher auch in die Kommunale Allianz Aurach-Zenn eingebracht.

Dem Wilhelmsdorfer Gemeinderat gehörte Werner Friedrich seit Mai 1990 an, seit 2002 lagen ihm als Bürgermeister mit der Erweiterung des Kindergartens, dem Ausbau der Kinderbetreuung sowie der Anlage von Kinderspielplätzen und der Erhöhung der Sicherheit an der (Schul)Bushaltestelle und an gefährlichen Stellen eine familienfreundliche Politik besonders am Herzen. Mit seinem Leitspruch "Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe" sind die Baulandentwicklung mit Aufbau eines Ökokontos für Ausgleichsmaßnahmen, die Umsetzung zahlreicher Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung sowie die Ansiedlung von Gewerbe zur Schaffung örtlicher Arbeitsplätze nach der Devise "wohnen und arbeiten am Ort" eng mit seinem Namen verbunden.

Trotz vielen Investitionen waren die Finanzen gesichert

Insgesamt sei viel investiert worden und seien trotzdem die Finanzen gesichert gewesen, sei der Gemeinderat mit Friedrich Führung "dem ländlichem Strukturwandel mit Fantasie und zeitgemäßen Maßnahmen begegnet", sei mit langfristigem Konzept der "dörfliche Industriestandort" gesichert worden. In Friedrichs Amtszeit fielen unter anderem die Sanierung von Wasserleitungen und Kanälen, der Aufbau einer digitalen Bestandserfassung für das Abwasser, Ertüchtigung der Kläranlage, zahlreiche Straßenbaumaßnahmen, die frühzeitige Förderung regenerativer Energie durch die Realisierung von Windkraftanlagen sowie die rechtzeitige Weichenstellung für hochleistungsfähige Breitbandnetze für das "schnelle Internet". Müller: "Die Gemeinde zählte hier zu den Vorreitern".

Bürgermeister Werner Friedrich sei mit der Unterstützung der Vereine die Förderung des Ehrenamtes und des Sports ebenso am Herzen gelegen, wie jene der Feuerwehr. Er wirkte engagiert am Aufbau der Verwaltungsgemeinschaft Hagenbüchach/Wilhelmsdorf mit, setzte sich für die Installation moderner Datentechnik in der Verwaltung ein, machte Behördengänge online möglich, wie Stellvertreter Peter Müller auf Friedrichs vielfältige Verdienste verweist: "Wir sind dankbar, traurig und vermissen ihn". Familie und Angehörigen gilt das Mitgefühl der Gemeinde und Verwaltungsgemeinschaft.

 "Bürgermeister Friedrich war Kommunalpolitiker mit Leib und Seele. Sein Wirken war von Zielstrebigkeit und Präzision geprägt. Es war eine Ehre für mich, mit ihm in seinen politischen Aufgaben vertrauensvoll zusammenwirken zu dürfen. Seine Leistungsbereitschaft und Verbindlichkeit, gewachsen auf klaren Wertvorstellungen und Heimatverbundenheit, zeichnen seinen Charakter aus", würdigte Bundesminister Christian Schmidt das Wirken des Verstorbenen als "leuchtendes Beispiel der Verwirklichung von Ideen und Einsatz" über die Grenzen Wilhelmsdorf hinaus. Werner Friedrich habe sich "viele Verdienste für seine Heimat erworben. Er stand für die Realisierung auch nicht ganz gewöhnlich konzipierter regionaler oder kommunaler Projekte, sei es für seine oder mehrere Gemeinden".

Dieser Artikel wurde am 30. August 2017 um 18.35 Uhr aktualisiert. 

nb

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