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Freitag, 21.09.2018

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Zauberhaftes Musik-Event: So war der Jazz-Abend in Altheim

"Jazz an einem Oktoberabend“ mit brillanten Interpreten im "AZK" - 17.10.2017 15:34 Uhr

Mit einem "Bühnenfeuerwerk" bedankten sich Brigitte und Karlo Reichel (im Hintergrund) bei der großartigen Sängerin Christina Jung und dem magischen Jazz-Pianisten Michael Flügel, die mit Bassist Gunther Rissmann das Publikum begeisterten. © Harald Munzinger


Dies war zunächst jener Kunst zu verdanken, das Unmögliche möglich werden und vielfältigste Dinge aus dem Nichts erscheinen zu lassen, wofür der "AZK" zum Begriff über die Region hinaus geworden war und über 30 Jahre lang Größen der Magie auf seiner kleinen Bühne hatte. Wo, wenn nicht dort, sollte es also nach einer sehr kurzfristigen Absage einer Sängerin gelingen, den Abend mit einer zauberhaften Kollegin zu retten?

Vielleicht sogar mehr als das, wie es eine wahre Begeisterungswelle ausdrückte, die der Pianist Michael Flügel noch gut von einem Konzert mit Susanne Schönwiese (2013) als "schönen Gig" in Erinnerung hatte. Dass er ihr mit einer besonderen Atmosphäre und einem tollen Publikum nicht zu viel versprochen hatte, stellte Sängerin Christina Jung nach ihrer AZK-Gänsehaut-Premiere fest. Mit Bassist Gunther Rissmann in der von Fürther Musiklehrern gegründeten Band "The Magics", sollte für sie der Zauberkeller einen ganz speziellen Bezug haben und dieser mit ihr wohl eine weitere Freundin gewonnen haben.

Spannende Kompositionen

Magie lag musikalisch in der Luft, denn einfach zauberhaft bot das Trio in einem perfekten Zusammenspiel diesen Jazz-Oktoberabend mit einem ganz speziellen Programm nicht nur gängiger, sondern aber weniger bekannter und damit spannender Kompositionen. Da flogen die Hände von Michael Flügel, der auf großen nationalen wie auch internationalen Bühnen zu den gefragten Jazzpianisten zählt, förmlich über die Klaviertastatur. Nicht minder faszinierend Gunther Rissmann am Kontrabass, ein Jazzer durch und durch, der mit Größen wie Joe Nay, Leslek Zadlo, Pete Yellin oder Ack van Rooyen und im "Sunday Night Orchestra", "Groove Legend Orchestra" oder "Glenn Miller Orchestra" ebenso begeisterte, wie das Publikum im "AZK".

Das beschränkte sich nicht nur auf den "Szenen-Applaus" nach den Soli, sondern quittierte sie mit enthusiastischen Zwischenrufen. Bravo und wunderbar, super oder "Wahnsinn" brachten die "Sternstunden" zum Ausdruck, für die auch Christina Jung mit ausdrucksstarker Stimme mit vielfältigen Klangfarben sorgte, die sie – sprachgewandt - unterschiedlichen Stimmungen mit in jedem Ton spürbarer Leidenschaft und sensiblem Feeling für die Kompositionen zu verleihen verstand.

Bei dem von Thelonious Monk geschriebenen Jazz-Standard "Blue Monk" ergänzte Gastgeber Karlo Reichel am vierhändigen Klavier das Trio, dem bei donnerndem Beifall sein Dank mit einem "Bühnenfeuerwerk" galt, er mit Ehefrau Brigitte sicher sein konnte, mit diesem Jazz-Oktoberabend der reichen "AZK"-Geschichte ein weiteres Erfolgskapitel hinzu gefügt zu haben. 

Harald J. Munzinger

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