Dienstag, 20.11.2018

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33 Bäume für Colleggarten

Grünanlage im Wandel: Die Arbeiten starten am 21.März - 19.03.2011 07:55 Uhr

Vor zwei Jahren wehrten sich Anwohner zusammen mit dem Bund Naturschutz gegen die Baumfällaktion im Colleggarten. © Stefan Hippel


Wie berichtet, hat die Stadt nach massiven Bürgerprotesten im Jahr 2009 gegen einen geplanten Kahlschlag im Colleggarten in Abstimmung mit den Anwohnern und dem Bund Naturschutz ein neues Gesamtkonzept entwickelt.

Die Arbeiten starten offiziell am 21.März; bereits im Winter wurden elf stark geschädigte Bäume gefällt. Gutachten belegen, dass in der Grünanlage rund 80 Prozent der Bäume nicht mehr so vital sind, vor allem Pilzbefall — der Hallimasch und die Phytophtora — macht ihnen zu schaffen. Aber: „Wir entfernen lediglich die Bäume, die standgefährdet sind. Alle anderen bleiben vorerst stehen“, versichert Ronald Höfler vom Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör).

Die genaue Zahl kann er nicht nennen, das müsse bei einer weiteren Ortsbegehung geklärt werden. Höfler ergänzt: „Wir arbeiten hier nicht nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten, durch das geänderte Vorgehen ist die Maßnahme, je nach Gesundheitszustand der Bäume, nun auf viele Jahre angelegt.“ Die Anwohnerinitiative zeigt sich mit dem Vorgehen der Stadt zufrieden: „Sör arbeitet fair, wir sind in alle Schritte mit eingebunden“, so Ditmar Heinl. „Wir schauen aber weiter genau hin.“

Wege, Mauer und Bänke

Doch es geht nicht nur um das Grün, die gesamte Parkanlage erfährt eine neue Gestaltung: Im ersten Baubabschnitt von Ende März bis Anfang April lässt Sör neue Bäume pflanzen — 33 an der Zahl, die in der Regel fünf Meter hoch sind, so Höfler. Auch wird mit dem Schwinden der U-Bahn-Baustelle der eingelagerte Noris-Brunnern wieder aufgebaut. In einem zweiten Bauabschnitt erfolgt ab Sommer der Wege- und Mauerbau im Bereich der Archivstraße, ebenso die Ausstattung mit Bänken.

Im Jahr 2012 werden im Rahmen des dritten Bauabschitts weitere Wege geschaffen, ferner startet die Umgestaltung des Spielplatzes. Die Nutzerbefragung dazu geht noch dieses Jahr über die Bühne.

  

Claudia Beyer E-Mail

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