Dienstag, 18.12.2018

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"Airtime": Trampolin-Profi Greg Roe verrät seine Tricks

Weltrekordhalter macht während Deutschlandtour in Nürnberg halt - 22.02.2018 18:52 Uhr

In ungefähr zwei Metern Höhe fühlt er sich am wohlsten, wieder runter kommt er formvollendet gerne mit einem Looping oder einem Backflip: Greg Roe, Trampolinspringer aus Kanada, bei seinem Kurzbesuch in Nürnberg. © Foto: Hippel


Der Weg zu Roe fühlt sich seltsam an: Er führt über eine bunte Trampolin-Landschaft mit rund 4000 Quadratmetern im "Airtime" im Nürnberger Norden. Die Trampolin-Netze am Boden geben nach, lassen die nur noch mit Socken bekleideten Füße tief einsinken und federn den Körper sofort wieder zurück.

Ganz hinten im Raum steht Roe und gestikuliert wild mit seinen Armen und Händen: "Yes, that‘s it", ruft er einem schwarz bekleideten, jungen Mann zu, der sich gerade in einer luftigen Drehung vom Rücken auf den Bauch versucht hat. Dann springt er selber wieder auf das Netz und zeigt, was ein Weltklasse-Sportler wie er so alles draufhat.

Loopings um die eigene Achse zum Beispiel. Ach was, Loopings um alle Achsen, die es gibt. Hoch über dem Boden schnell und immer schneller im Kreis, kopfüber nach unten, Landung auf dem Rücken und gleich wieder nach oben. Er sei hier, um jungen Leuten seine Tricks beizubringen, erklärt Roe in einer kurzen Pause.

Wer sich jetzt an muffige, nach Bohnerwachs und Schweiß riechende Turnhallen erinnert und an Sportlehrer, die ihren Schülern jede Freude an Bewegung systematisch ausgetrieben haben, irrt sich gewaltig: "Ich sage nicht ,Stopp!‘ Ich zeige den Kids, wie sie den Backflip, den sie machen wollen, noch cooler hinkriegen", sagt Roe über seine Trainingsmethode. Ganz klar, es geht um den Spaß.

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Ohne Disziplin geht es nicht

Ganz ohne Disziplin und Übung geht es aber nicht, was der Kanadier locker auf den Punkt bringt: "Man kann nicht einfach seine Oma aufs Trampolin schmeißen und schauen, was passiert." Was er damit meint? Dass man auch mit 60 oder sogar 90 Jahren trampolinspringen kann, wie einer seiner Freunde in den USA. Aber eben nur, wenn man sich täglich fit hält. Wer hingegen sein Leben damit verbringe, auf der Couch Chipstüten leer zu futtern, hätte auch mit Ende 20 eher schlechte Karten, meint Roe, und man glaubt es ihm.

Was der Ausnahme-Sportler morgen machen wird? Man weiß es nicht. Von einem Kran aus 25 Metern Höhe in ein Luftkissen gesprungen ist er bereits und einen Weltrekord für die meisten Rückwärts-Saltos in 30 Sekunden hat er auch schon aufgestellt.

 

Martin Regner E-Mail

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