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Aus für Radbahn in Reichelsdorf: Das passiert jetzt

Nach Abriss entsteht neues Wohnquartier - Neuer Park in Langwasser? - 04.10.2017 06:00 Uhr

Steherrennen um den Preis der Sparkasse: Auf der Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller wird immer noch spannender Sport geboten. Doch die Zukunft der Piste ist offen. © Zink


15.000 Zuschauer bejubelten einst die Radsportler in der Arena, die der "Verein Sportplatz Nürnberg 1903" im Jahr 1904 in Reichelsdorf errichten ließ. Doch längst ist die Bausubstanz marode, die Bedingungen sind für modernen Radsport nicht mehr zeitgemäß. Zudem fehlt ein Dach, das Training und Wettbewerbe das ganze Jahr über möglich machen würde. Der Verein hat sich deshalb entschlossen, die Anlage abreißen zu lassen.

Bilderstrecke zum Thema

Steher, Crosser, Hochräder: Die Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller

Unübersehbare Risse in den Betonplatten und eine Infrastruktur, die den Anforderungen an einen zeitgemäßen Sportbetrieb schon lange nicht mehr erfüllt: Die traditionsreiche Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller steht vor einer ungewissen Zukunft. In unserer Bildergalerie blicken wir daher zurück auf weit über 100 Jahre Reichelsdorfer Keller.


Gemeinsam mit einem Investor, der Nürminger Group, will er in Langwasser eine Radrennbahn bauen – ein Velodrom mit einem 250 Meter langen Rundkurs aus Holz in einer geschlossenen Halle. Schulbürgermeister Klemens Gsell, der das Vorhaben sehr begrüßt, hat den südöstlichen Teil des Sportparks Langwasser vorgeschlagen. Die Flächen dort gehören dem Freistaat Bayern.

Am Donnerstag, 12. Oktober, beschäftigt sich der Stadtplanungsausschuss des Stadtrats mit dem Thema Velodrom, für das der Bebauungsplan geändert werden muss. Auf der Tagesordnung steht dann auch die Frage, was aus dem alten Rennbahn-Standort in Reichelsdorf wird.

Grünfläche von 7000 Quadratmetern

Dort soll nach Plänen des Vereins neuer Wohnraum mit bis zu 165 Einheiten entstehen: 140 Einheiten in Mehrfamilienhäusern und bis zu 25 als Eigenheime. Auch eine Kindertagesstätte sowie kleine Läden und Dienstleister werden berücksichtigt. Autos sollen in Tiefgaragen verschwinden, das neue Quartier soll weitgehend autofrei bleiben, die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel ist gut. Von den Grünflächen will man 7000 Quadratmeter erhalten, was einem Viertel der Gesamtfläche entspricht.

Für die Planung wird der Verein im Jahr 2018 mit Unterstützung der Stadt einen Ideenwettbewerb durchführen. Sieben Planungsteams aus ganz Deutschland wurden eingeladen, städtebauliche Entwürfe einzureichen. 

gs

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