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Baden geduldet: Norikusbucht am Wöhrder See wird geflutet

Schwimmen nur auf eigene Gefahr erlaubt - Weitere Neuerungen geplant - 01.08.2016 17:05 Uhr

Die Wasserqualität in der neuen Norikusbucht soll "sehr gut" sein, versprechen die Verantwortlichen. © Günter Distler


Eine wichtige Etappe der Großbaustelle Wöhrder See ist fertig: die Bucht am Südufer. Per Knopfdruck öffneten der bayerische Finanzminister Markus Söder und Oberbürgermeister Ulrich Maly das Schleusentor am Damm, der die Bucht vom See abtrennt. Bis Mittwochabend soll sie vollgelaufen sein und dann 20.000 Kubikmeter Wasser fassen. "Das ist ein weiterer Schritt, um den Wöhrder See wieder zu einem hochqualitativen Naherholungsgebiet zu machen", sagte Söder.

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Wasser marsch! Hier wird die Norikusbucht am Wöhrder See geflutet

Das Wasser wird täglich ausgetauscht, die Qualität soll sehr gut sein: Von der neuen Norikusbucht am Wöhrder See versprechen sich die Verantwortlichen einiges. Jetzt wird das 20.000-Kubikmeter-Becken geflutet - wir haben die Bilder.


Spaziergänger und Freizeitsportler können jetzt über den 400 Meter langen Damm laufen und in der Bucht sonnenbaden. Baden und Schwimmen sind hier nicht verboten. Allerdings auch nicht ausdrücklich erlaubt, sondern nur auf eigene Gefahr geduldet. Die Wasserqualität sei bei trockenem Wetter mittlerweile sehr gut, sagte Klaus Winkelmair, stellvertretender Leiter des Nürnberger Wasserwirtschaftsamts.  Das Wasser in der Bucht – durchschnittlich 1,40 Meter tief – werde täglich ausgetauscht und über Schilf und Kies zusätzlich gefiltert.

Monatelang wurde Schlamm ausgebaggert

Die Freizeitnutzung ist nur ein Nebeneffekt der Baumaßnahme. Der Damm und die Bucht, die den Freistaat Bayern 4,5 Millionen Euro kosten, dienen eigentlich der Sanierung des zunehmend verlandeten Sees. Durch eingebaute Inseln, den Boulevard und den Strand an der Nordseite sollen die Fließgeschwindigkeit und damit die Wassergüte gesteigert werden.

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Der Wöhrder See von damals bis heute

1959 beschloss der Stadtrat den Wöhrder See zwischen Wöhrd und Erlenstegen für Erholungszwecke anzulegen. Er wird heute von der Stadtbevölkerung für Spaziergänge, Joggen, Bummeln und Fischen genutzt. In der Bildergalerie sehen Sie, wie der See entstanden ist.


Für den Damm wurde monatelang Schlamm ausgebaggert, 800 Lkw-Ladungen Schotter wurden aufgeschüttet. Mit der Eröffnung der Bucht enden nun die stärksten Lärmbelastungen für die Anwohner. Das 2011 unter Regie von Minister Söder begonnene Landschafts-Umbauprojekt "Wasserwelt Wöhrder See" (derzeitiges Gesamtvolumen 14 Millionen Euro) geht aber noch weiter.

Als nächstes wird die Stadt Nürnberg ab Herbst den Spielplatz bei der Norikus-Bucht verschönern und die Rad- und Gehwege umgestalten. Außerdem soll eine Umweltstation gebaut werden. An der Nordseite sind die Vergrößerung der Strandzone und ein Strandcafé in Vorbereitung.

 

Isabel Lauer

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