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Bamberger Erzbistum verteidigt Vorgehen gegen kritische Predigt

Generalvikar Georg Kestel ist der Meinung, im Sinne der Gläubigen gehandelt zu haben - 04.02.2013 18:43 Uhr

Bamberg/Nürnberg  - Das Erzbistum Bamberg hat sich für die Absage einer kirchenkritischen Fastenpredigtreihe in Nürnberg gerechtfertigt. Generalvikar Georg Kestel warf den Initiatoren am Montag vor, der Kirche geschadet zu haben. "Der Schaden für die Kirche ist durch die Einladung entstanden, nicht durch die Absage.Wir bedauern, dass es soweit kommen musste."

Generalvikar Georg Kestel ist der Meinung, die Gläubigen wären durch eine kritische Predigt nur verunsichert worden.
Generalvikar Georg Kestel ist der Meinung, die Gläubigen wären durch eine kritische Predigt nur verunsichert worden.
Foto: dpa
Generalvikar Georg Kestel ist der Meinung, die Gläubigen wären durch eine kritische Predigt nur verunsichert worden.
Generalvikar Georg Kestel ist der Meinung, die Gläubigen wären durch eine kritische Predigt nur verunsichert worden.
Foto: dpa

Die Stadtkirche Nürnberg hatte geplant, den Gründer der österreichischen „Pfarrer-Initiative“, Helmut Schüller, zu einer Predigt in die Frauenkirche einzuladen. Schüller hatte in den vergangenen Jahren wiederholt die Amtskirche herausgefordert und Reformen verlangt. Das Bistum Eichstätt und die Erzdiözese Bamberg haben die Stadtkirche in der Vorwoche zur Absage der Veranstaltung gezwungen und wurden dafür heftig kritisiert.

Kestel kritisierte Schüller und dessen Haltung: „Wer primär provoziert und spaltet, trägt nicht zum Fortschritt bei.“ Der Geistliche aus Österreich hatte 2011 mit seinem europaweit verbreiteten „Aufruf zum Ungehorsam“ unter anderen die Zulassung von Frauen und Verheirateten zum Priesteramt gefordert.

Einem Kirchenkritiker, „der gegen die Position der Bischöfe predigt“, dürfe nicht ein Kirchenraum zur Verfügung gestellt werden, teilte Kestel am Montag mit. Der Generalvikar glaubt zudem, dass es bei der Durchführung der Predigt ebenfalls Kritik gegeben hätte.

„Wenn die Veranstaltung stattgefunden hätte, hätte dies viele Gläubige verunsichert und irritiert, die sich mit der Frage an uns gewandt hätten: Warum lässt die Kirche das zu?“ Umgekehrt hatte eine Sprecherin der Stadtkirche erklärt, auf die Absage hätten viele Menschen in Nürnberg mit „Enttäuschung, Entsetzen und Wut“ reagiert. Die Nürnberger Katholiken gehören zu zwei Dritteln dem Erzbistum Bamberg und zu einem Drittel dem Bistum Eichstätt an. 

dpa


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