Dienstag, 11.12.2018

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Daniel Batz hofft eine EM-Teilnahme

DFB-Einladung für Club-Nachwuchskeeper - 02.10.2009

In der Regionalliga wird schnell, aggressiv und clever gespielt – darauf muss sich auch ein Torwart einstellen, hat Youngster Daniel Batz schnell gelernt. © Zink


Vom Jahrgang her könnte Batz noch für die Club-A-Junioren in der Bundesliga spielen – beim ersten Saisonspiel der in die oberste Klasse zurückgekehrten «U 19» stand er auch zwischen den Pfosten –, doch schon seit der vergangenen Saison gehört er fest zum Kader des Regionalliga-Teams von Trainer René Müller. «Anfang Oktober 2008 hatten sich Alexander Stephan und Daniel Klewer verletzt, so dass Andreas Sponsel zu den Profis auf die Bank musste», erinnert er sich genau an sein Debüt bei den FCN-Amateuren gegen den SSV Ulm 46, das am 17. Oktober allerdings mit 0:3 eher unerfreulich endete.

Doch seither hat Müller den damals noch 17-Jährigen nicht mehr hergegeben, den Insider beim Club für eines der, wenn nicht das größte Torwarttalent beim 1. FC Nürnberg in den letzten Jahren halten. Durch fast immer überdurchschnittliche Leistungen hat Batz in der Regionalliga seither auch die Verantwortlichen beim DFB wieder auf sich aufmerksam gemacht. Zwar hat er noch kein Spiel im Trikot mit dem Bundesadler bestritten, doch einst hatte er an zwei «U 15»-Lehrgängen des DFB teilgenommen – und seither nichts mehr aus Frankfurt gehört. Bis letzten Montag eben. Übrigens erging es ihm mit der Bayern-Auswahl ähnlich: Nach der «U 15» geriet er auch beim Bayerischen Fußball-Verband aus dem Fokus.

«In der Regionalliga wird viel körperbetonter, schneller und cleverer gespielt, da gibt es schon gravierende Unterschiede zur Junioren-Bundesliga», trauert Batz dem übersprungenen Jahr bei den A-Junioren nicht nach. Vielmehr ist er froh um die Chance, die sich ihm beim Club eröffnet hat, noch mehr in noch kürzerer Zeit dazu zu lernen. Schließlich hat er dasselbe Ziel wie sein Mannschaftskamerad Niklas Hörber: Profifußballer zu werden. «Niklas hat mir von seinen Erfahrungen mit DFB-Teams erzählt, dass es dort sehr lehrreich und interessant ist – und wie schön es ist, für sein Land aufzulaufen», erzählt Batz.

Eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert er derzeit bei Nestlé-Schöller, «deswegen trainiere ich auch nur nachmittags», erzählt er. Doch bei seinem Arbeitgeber erhalte er volle Unterstützung, so sei es auch kein Problem, für den anstehenden DFB-Lehrgang Sonderurlaub zu erhalten. Schließlich hofft er darauf, von DFB-Trainer Heiko Herrlich in mindestens einem der drei EM-Qualifikationsspiele gegen Luxemburg, Moldawien und die Türkei aufgeboten zu werden.

Von Adelsdorf über Fürth zum Club und zu Heiko Herrlich

«Erst einmal bin ich froh, dabei zu sein», zerbricht er sich noch nicht den Kopf über eine eventuelle EM-Teilnahme. «Ich will erst einmal Leistung zeigen, außerdem ist der andere Torwart (Björn Bussmann vom TSV 1860 München, Anm. d. Red.) ja schon seit der ,U 16‘ dabei», gibt sich Batz bescheiden.

Mit fünf Jahren hatte er bei den G-Junioren des SC Adelsdorf seine Fußballerlaufbahn gestartet, ehe er 2003 zur SpVgg Greuther Fürth wechselte. «Die haben damals viele Jugendspieler herausgebracht», begründet er heute die Entscheidung für das «Kleeblatt» und gegen den Club, der ihm ebenfalls ein Angebot unterbreitet hatte. Unter Heinz Höher erlebte Batz nach eigener Aussage ein «sehr gutes Jahr in der D-Jugend», doch dann sei er einen Jahrgang höhergezogen worden. «Und dann lief es nicht mehr so toll, da habe ich kaum mehr gespielt, so dass ich dann nach eineinhalb Jahren in Fürth in der Winterpause zum Club gewechselt bin», schildert er seine bisherige Karriere im Zeitraffer.

Dort hat er sich enorm weiterentwickelt. Nicht zuletzt dank der Torwarttrainer, die er bislang am Valznerweiher erlebt hat. Dabei nennt er Klaus Mösle an erster Stelle, während er seit dieser Saison vor allem mit Daniel Klewer und Martin Scharrer intensiv arbeitet. Schließlich soll die jüngste Einladung des DFB nicht die letzte gewesen sein. 

Philipp Roser

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