-0°

Freitag, 14.12.2018

|

Den „Stöckla Boum“ fehlte diesmal das Wurf-Glück

Sport aus Finnland: 22 Teams traten in Nürnberg zur Deutschen Mölkky-Meisterschaft an — Treffsichere Hand - 21.06.2010

Das Nürnberger Team „Die Holzfäller“ mit Peter Lenz, Michael Enzi, Detlev Steinmann und Werner Kassner landete bei der Mölkky-Meisterschaft zwar nicht ganz vorn, hatte aber ebenso Spaß mit den finnischen Wurfhölzern. © Eduard Weigert


Die Gruppen, die da auf dem Sportplatz antreten, haben ebenso seltsame wie lustige Namen. Sie nennen sich „Mölkk or die“, „Born to mölkk“ oder „Schlossmölkkys“. Die fränkische Variante: „Stöckla Boum“.

Und das ist auch ein recht guter Hinweis auf das, worum es bei „Mölkky“ geht: Um zwölf Spielhölzer, die da einige Metern vom Spieler entfernt auf dem Boden stehen — und die er mit einem Wurfholz treffen muss. Natürlich nicht wahllos, denn die Spielhölzer sind mit Zahlen von eins bis zwölf gekennzeichnet. Das Ziel: insgesamt genau 50 Punkte „treffen“.

Klar, dafür braucht es eine treffsichere Hand und etwas Glück. Außerdem tun die Regeln des Spiels, das aus Finnland kommt und dem französischen Boule ähnelt, ihr Übriges, so dass es nicht leicht ist, als Sieger vom „Mölkky“-Platz zu gehen.

Weil es eine „offene“ Deutsche Meisterschaft ist, sind Teams aus München gekommen, ja sogar aus Helsinki. Die meisten der 22 Mannschaften (etwa 130 Spieler) sind jedoch aus der Region — was nicht wundert, wird die Meisterschaft doch von der „Deutsch-Finnischen Gesellschaft Nürnberg“ (DFG) veranstaltet, die sich einst dachte, dass es in Deutschland eine Mölkky-Meisterschaft geben sollte — und dann 2008 auch die erste austrug.

Was Mölkky attraktiv macht? „Es ist ein Jedermannspiel, kein Leistungssport, sondern ein Freizeitspaß“, sagt DFG-Vorsitzende Mari Koskela. Der gesellige Aspekt ist wichtig. Daher ist auch die Stimmung in Ziegelstein gelöst: keine übertriebene Wettkampfatmosphäre, sondern Gelächter und Plaudereien, natürlich auch zwischen gegnerischen Mannschaften, dazu der Duft nach Grillfleisch.

Am Sonntagabend stehen die Sieger fest: Die „Mölkk-Maschine“ liegt vorn, eine Truppe aus Nürnberg-Erlangen. Auf dem zweiten Platz landen die „MML“-Spieler aus München; und auf dem dritten das Nürnberger Team „Deutschland I“. Der Vorjahresmeister, die Zirndorfer „Stöckla Boum“, hatte nicht so viel Glück. Und die Finnen? Achter Platz. dal

Im Sommer wird bei passablem Wetter sonntags ab 14 Uhr im Pegnitzgrund (Höhe Westbad) Mölkky gespielt. Weitere Infos im Internet: www.dfg-nuernberg.de
  

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus: Ziegelstein