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Drogenshopping im Darknet: Vier Jahre Haft für Brüderpaar

Männer legen Geständnis ab - Unterbringung in Entzugsklinik - 11.01.2016 19:41 Uhr

Laut Staatsanwaltschaft bestellten sie zwischen 2012 und 2014 rund 40 Mal bei kriminellen Anbietern, die ihre Ware auf Plattformen wie "Silkroad" oder "Afterhour" feilboten. Den Stoff ließen sie sich per Post in ihre Wohnung in Fürth schicken. Bezahlt wurde mit „Bitcoins“, einer virtuellen Währung. Insgesamt, so schätzen die Ermittler, sollen auf diesem Wege über 1700 Gramm Cannabis, 1800 Gramm Amphetamin, 120 Ecstasy-Pillen und kleine Mengen Kokain im Briefkasten der Fürther gelandet sein.

Einen Teil der Drogen konsumierten sie selbst, den Rest verkauften sie in der Region. Die Männer flogen auf, als Anfang 2015 in Schleswig-Holstein eine von ihnen bestellte Sendung kontrolliert wurde. Die Wohnung des Älteren wurde durchsucht, der Erzieher an seinem Arbeitsplatz verhaftet.

Einige Monate später landete auch sein kleiner Bruder im Untersuchungsgefängnis. Vor der 7. Strafkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth legten die Brüder über ihre Verteidiger ein Geständnis ab.

In Rechtsgesprächen war zuvor vereinbart worden, dass die Männer mit einer milden Strafe rechnen können, wenn sie ihre Taten zugeben. Außerdem wurden zahlreiche Anklagevorwürfe fallen gelassen. Das Gericht verurteilte die Fürther am Ende zu vier Jahren Gefängnis. Die Richter ordneten außerdem die Unterbringung in einer Entzugsklinik an. 

cg

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