Sonntag, 22.10. - 21:20 Uhr

|

zum Thema

Druckgeschwür: Erlangen siegt beim NZ-Klinikcheck

Gefährliches Wundliegen tritt oft bei älteren Menschen auf - 29.07.2017 05:54 Uhr

Diese Patientin wird mit Hilfe der sanften, kinästhetischen Mobilisation aus der Seitenlage bewegt. © Uniklinikum Erlangen


Hier finden Sie den vollständigen Klinikcheck. © NZ


Auch für diesen medizinischen Fachbereich haben Gesundheitswissenschaftler der Uni Erlangen-Nürnberg das Ranking aus öffentlich zugänglichen Daten der Kliniken zur gesetzlichen Qualitätsmessung erstellt. Gesamtsieger unter 37 bewerteten Kliniken wurde das Universitätsklinikum Erlangen.

Ebenfalls mit Top-Werten folgen das Waldkrankenhaus St. Marien (Erlangen) und das Stadtkrankenhaus Schwabach auf den Plätzen dahinter. In der Printausgabe der Nürnberger Zeitung erläutern Dekubitus-Spezialistin und Pflegewissenschaftlerin Prof. Christine Fiedler sowie der Pflegedirektor Reiner Schrüfer, worauf es bei der Dekubitus-Prophylaxe ankommt. "Ziel unserer Projekts ist es, die Versorgungsqualität in der Region insgesamt anzuheben", erklärt Prof. Martin Emmert, der verantwortliche Wissenschaftler am Nürnberger Lehrstuhl für Versorgungsmanagement.

Links zum Thema

In den USA hätten ähnliche Ranglisten Kliniken zu Verbesserungen anregen können. Auch könnten niedergelassene Ärzte damit ihre Patienten gezielter beraten. Im NZ-Klinikcheck schneiden die Kandidaten bei den betrachteten Behandlungsarten ganz unterschiedlich ab. Große, kleine oder spezialisierte Häuser können im Wechsel punkten. Für Emmert ist das ein wichtiges Ergebnis: "Wir möchten die Menschen dafür sensibilisieren, dass man sich nicht nur generell über ein Krankenhaus informieren sollte, sondern dass es deutliche Unterschiede je nach Fachgebiet geben kann."

Von Häusern in der Kategorie 2 ist keineswegs allgemein abzuraten. Für ihre etwas schlechteren Ergebnisse im regionalen Vergleich sind teilweise geringe Unterschiede ausschlaggebend. Obwohl das Ranking zur Krankenhauswahl beitragen könne, dürfe es nicht die einzige Informationsquelle sein, rät Martin Emmert. "Es ist natürlich weiterhin wichtig, dass Patienten mit ihrem Arzt darüber sprechen und gemeinsam entscheiden."

Details, Tabellen und Hintergründe zum Forschungsprojekt Klinikcheck finden Sie hier. 

Stephanie Rupp

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg, Erlangen