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Dünen und Bäume: So soll der Frankenschnellweg aussehen

Gestalterische Ziele für kreuzungsfreien Ausbau sind jetzt bekannt - 28.04.2015 06:00 Uhr

Bei der Bepflanzung der neuen Freiräume, die entlang des kreuzungsfrei ausgebauten Frankenschnellwegs entstehen, setzen die Planer auf Kiefern und Butterbirnen. Die Obstbäume waren für den Alten Kanal charakteristisch.

Bei der Bepflanzung der neuen Freiräume, die entlang des kreuzungsfrei ausgebauten Frankenschnellwegs entstehen, setzen die Planer auf Kiefern und Butterbirnen. Die Obstbäume waren für den Alten Kanal charakteristisch. © Skizze: Servicebetrieb Öffentlicher Raum


In den vergangenen zwölf Monaten wurden in einem aufwendigen Prozess unter Federführung des Servicebetriebs Öffentlicher Raum (Sör) gestalterische Ziele für den Frankenschnellweg formuliert. Planer und Architekten müssen sich bei der Umsetzung des technischen Bauwerks danach richten.

Herausgekommen sind acht großformatige Skizzen. So können sich auch Menschen, die keine Fachleute sind, etwas vorstellen. Außerdem ein Gestaltungshandbuch mit Eckpunkten, nach denen sich die ausführenden Firmen zu richten haben. In den nächsten Monaten sollen die Skizzen und Vorgaben zusammen mit den Anliegern diskutiert werden, um für kleine Abschnitte die Details festzulegen.

Christian Vogel, Bürgermeister und Werkleiter von Sör, zeigte sich optimistisch, dass die Kläger gegen denPlanfeststellungsbeschluss für den Frankenschnellweg vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München scheitern werden: „Wir sind sicher, dass der kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellwegs kommt, deshalb planen wir weiter.

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"Weniger Stau, weniger Umweltbelastung und ein grüner Tunneldeckel": Mit diesen Worten wirbt die Stadt Nürnberg für den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs. In einer Ausstellung zeigen Grafiken, wie die verschiedenen Abschnitte einmal aussehen könnten. Wir haben sie in einer Bildergalerie zusammengefasst.


Stadtgestaltung in Bewegung

Mit den Zielperspektiven könne man sich zum ersten Mal vorstellen, wie der Frankenschnellweg aussieht und wie er die Stadtgestaltung in Bewegung bringe. „Das ist keine Schönmalerei“, sagte Vogel.

Laut dem Münchner Architekten Florian Hugger vom Büro Lang, Hugger, Ramp, der den Prozess begleitet und moderiert hat, sollen der Frankenschnellweg als Straße sowie die Tunneldecke, Lärmschutzwände und Ausgleichsflächen ein einheitliches, wiedererkennbares Bild abgeben und sich in die Umgebung einpassen. „Wir wollen, dass sich die Menschen auf den Frankenschnellweg freuen.“

Bei der Festlegung der Eckpunkte für die Gestaltung sei man von der Historie des Frankenschnellwegs, der auf der Trasse des Alten Kanals verläuft ausgegangen. Bei den Gestaltungsvorgaben werden deshalb Ufermauern und Dünen angedeutet und es sollen Birnbäume gepflanzt werden. „Als Erinnerung an die Kanalkanten“, sagte Hugger.

Insgesamt werde es wesentlich mehr Bäume geben als das Planfeststellungsverfahren vorsieht. Vor allem Kiefern, Eichen und Eschen.

Ausstellung „Zielperspektiven Frankenschnellweg“: am 28. und 29. April, von 12 bis 19 Uhr in der ehemaligen Zentrifuge, Muggenhofer Straße 141. Vom 30. Juni bis zum 9. August hängen die Skizzen in den Schaufensters des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes am Aufseßplatz.

Diskutieren Sie über das Thema Frankenschnellweg unter dem Artikel in unserem Leserforum.  

André Fischer

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