|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Geplant, sagte Barbara Eberhard, habe man nichts. Die Sache mit der Nicht-Abstiegsfeier „bekommen wir auch spontan hin“. Es war der Sonntagvormittag in der Schulturnhalle in Röthenbach, Eberhard verbringt ihre Sonntagvormittage hier regelmäßig. Sie ist immer dann da, wenn der TV Eibach Bundesliga-Faustball spielt, Eberhard spielt in der Abwehr eines Teams, das sich in diesem Jahr vor allem selbst überrascht hat.
Eibach war als Aufsteiger ein Neuling in der Liga, zugetraut hat man sich in der neuen Umgebung relativ wenig. „Wir dachten eigentlich, dass wir hier kein Spiel und keinen Satz gewinnen“, sagt Eberhard nach einem Spiel, in dem sie tatsächlich keinen Satz gewonnen hatten. Am Sonntag stand der vorletzte Spieltag der Saison auf dem Programm, Eibach startete gegen Niedernhall und hatte eine zumindest den Satzergebnissen nach knappe Begegnung 0:3 verloren.
Ein Grund zur Trauer war das nicht, Eibach hat sich erstaunlich gut geschlagen beim Ausflug in die Halle. Vier Begegnungen hatten sie schon gewonnen vor ihrem letzten Auftritt in der eigenen Halle. Ein Sieg fehlte ihnen noch zum Klassenverbleib samt kleiner Feier. Die Niederlage gegen Niedernhall nahmen sie schulterzuckend hin. Niedernhall ist eine der erfahreneren Mannschaften in der Bundesliga, schickt zwei ehemalige Nationalspielerinnen aufs Feld.
Die nötigen Punkte wollte man gegen den SV Erlenmoos sammeln. Gegen den Vorletzten hatte man das Hinspiel gewonnen und auch im Rückspiel schien das eine klare Angelegenheit zu werden. 11:5 ging der erste Satz an Eibach und vielleicht hat die ein oder andere da schon angefangen, darüber nachzudenken, wie man so eine kleine Spontanfeier in Sachen Klassenverbleib am schönsten gestaltet. Über das Nachdenken haben sie dann aber das Faustballspielen vergessen, Erlenmoos wurde stärker, Eibach schwächer — am Ende hatte der Turnverein auch das zweite Spiel des Tages verloren (1:3).
Die große Panik bricht deshalb aber nun auch nicht aus am Hopfengartenweg, der eigentlichen Faustball-Heimat. Einen Spieltag vor dem Ende beträgt der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz, auf dem Erlenmoos steht, immer noch beruhigende vier Punkte. Erlenmoos muss — unter anderem gegen den Tabellenführer aus Kulmbach — seine beiden letzten Saisonspiele ohne Satzverlust gewinnen, Eibach müsste zweimal ohne Satzgewinn verlieren. „Das ist nur noch eine theoretische Möglichkeit“, sagt Abteilungsleiter Andreas Schröder.
Schröder gibt sowieso gerne den Optimisten. In zwei, drei Jahren, glaubt er, kann eine Eibacher Faustballmannschaft wieder um Titel spielen. Dann sind die vielen Talente, die sich derzeit in der Jugend als Pokalsammler betätigen, so weit, dass sie bei den Erwachsenen helfen können.
Schon jetzt hat man ein, zwei junge Spielerinnen ins Team integriert und zumindest die Trainerin ist zufrieden. „Die haben das sehr gut gemacht“, sagt Karen Schneider, die Trainerin, die eine Legende ist im Eibacher Faustball und zu Beginn der Saison noch aushelfen musste auf dem Feld. Gegen Niedernhall und Erlenmoos beobachtet sie das Spiel von der Seitenlinie aus — und verrät, warum die Saison so gut lief. „Wir haben überraschend gut gespielt und die anderen Mannschaften haben geschwächelt“, sagt Schneider. Dass auf der Tribüne doch der ein oder andere Zuschauer ein wenig schimpft, ob der Eibacher Niederlagen, kann zumindest Barbara Eberhard nichts anhaben: „Die haben eigentlich immer eine Idee, wie es besser hätte laufen können.“ Gegen eine spontane Feier hätten sie aber wahrscheinlich auch nichts gehabt.
Mi. 19.06.13
Mi. 19.06.13
Di. 18.06.13
Di. 18.06.13
Di. 18.06.13