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Die Ausgangslage: Der NBC war schon einmal Zweiter in dieser Saison, zeigte mitreißende Spiele. Vielleicht sollte man die Spieler daran noch einmal erinnern, dass diese besseren Zeiten noch gar nicht so lange her sind. Seither ging es jedenfalls stetig bergab, aktuell ist die Mannschaft um Cornelius Adler auf Rang zwölf notiert — Tendenz fallend. Chemnitz hingegen ist derzeit überraschenderweise Siebter der ProA genannten zweiten Liga — also ein direkter Konkurrent um einen Platz in den Play-offs.
Was bisher geschah: Nürnberg hat mit Tyrone Brazelton seinen Topscorer und Spielmacher an BC Odessa, Ryan DeMichael an den basketballerischen Ruhestand und zuletzt ein paar Spiele zu viel verloren. Nürnberg leistet sich mit Abstand die meisten Ballverluste pro Spiel (17,3) und lässt die drittmeisten Punkte zu. Das Positive: Es kann nur noch besser werden. Warum eigentlich nicht schon am Samstagabend gegen die Gäste aus Sachsen.
Auf wen man unbedingt achten sollte: Dorian McDaniel, Nummer 13, Power Forward, Neuzugang, US-Amerikaner mit deutschem Pass und Bundesliga-Erfahrung. Das klingt zunächst einmal nach dem idealen Ersatz für Ryan DeMichael. Zuletzt saß der 25 Jahre alte gebürtige Kalifornier beim Klassenkonkurrenten aus Paderborn aber ausgiebig auf der Bank. Allerdings ist McDaniel allein schon, wenn er sich bemüht, seine Mitspieler dann und wann anlächelt und engagiert verteidigt, eine klare Verbesserung gegenüber dem chronisch schlecht gelaunten DeMichael.
Das spricht für den NBC: Die Auswärtsschwäche des Gastes. Chemnitz hat erst einmal in einer fremden Halle gewonnen. Dazu kommt, dass keine Mannschaft größere Probleme damit hat, Punkte zu erzielen.
Das spricht für Chemnitz: Der Schwung aus dem letzten Heimspiel. Gegner war mit der BG Karlsruhe kein geringerer Klub als der Tabellenführer der ProA. Ergebnis war ein durchaus überraschendes 69:56. Ja, Chemnitz mag keine Offensivmaschine sein, die Jungs aber wissen, wie man verteidigt.
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