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Eine Tonne Entenbraten landete in der Müllverbrennung

Ware für ein Nürnberger Restaurant war ungekühlt transportiert worden - 01.09.2017 13:55 Uhr

Nur durch Zufall flog die Sache überhaupt auf: Ein Angestellter der Lebensmittelüberwachung war am Donnerstag gegen 14 Uhr privat in der Rothenburger Straße in Nürnberg unterwegs und bemerkte, wie ein Fahrer in Folie eingeschweißte Enten entlud. Da die Enten nahezu aufgetaut ausgesehen haben mussten und einem Restaurant geliefert werden sollten, verständigte er die Polizei. 

Wie diese inzwischen bekannt gab, stammten die eingeschweißten Enten aus Polen. Nach der Befragung des 53-jährigen Fahrers stellte sich heraus, dass der Kühllastwagen auf dem Weg von Polen nach Nürnberg auf Höhe von Erfurt einen Defekt hatte und der Fahrer das Kühlfahrzeug abstellen musste. Er konnte nur ein Transportfahrzeug ohne Kühlung organisieren. Nach Aussage des 53-Jährigen sollten die Enten die Strecke bis Nürnberg wohl unbeschadet und gefroren überstehen. 

Eine Tonne ungefrorenes Entenfleisch landete schließlich in der Müllverbrennungsanlage in Nürnberg (Symbolbild). © Jens Wolf


Die Ware hatte ein Gesamtgewicht von etwa einer Tonne und einen Wert von etwa 10.000 Euro. Das Ordnungsamt der Stadt Nürnberg wurde informiert und ordnete an, die aufgetauten Enten in der nahe gelegenen Nürnberger Müllverbrennung zu vernichten. Die Kosten hierfür habe der Fahrer zu tragen. Nach Abschluss der Sachbearbeitung und Bezahlung der Entsorgungskosten durfte der Mann wieder nach Polen zurückfahren. 


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