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EM 2024 in Nürnberg? Stadt macht nächsten Schritt

OB Maly hat beim DFB die notwendigen Unterlagen eingereicht - 14.02.2017 21:17 Uhr

Zum Glück gibt´s den Namen Frankenstadtion, denn ständig ändert sich die offizielle Bezeichnung. Max Morlock heißt es wohl bald, doch schon wie zur WM 2006 könnte sich der Name für die Dauer der EM 2024 erneut ändern. © dpa


Nürnberg war bereits bei der WM 2006 eine von zwölf Spielstätten. Ekstatische Ghanaer, die unter den Augen von 41.000 Fans die USA besiegten. Oder Tausende Briten, die David Beckham gegen Trinidad und Tobago sehen wollten. Das Turnier brachte im damals internationalen Flair nach Franken, die gute Laune fesselte. Ein Sommermärchen.

Für seine Bewerbung für die Europameisterschaft 2024 sucht der DFB nun zehn Arenen. Oberbürgermeister Ulrich Maly reichte jetzt die entsprechenden Unterlagen am Montag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein. "Es handelt sich erst einmal nur um ein Interessen-Bekundungsverfahren", sagt Bürgermeister Christian Vogel, der auch für das Stadion verantwortlich ist.

Mindestens 30.000 Zuschauer sind Pflicht

Heißt: Wer nicht bis zum kommenden Freitag - dann nämlich endet die Frist - Interesse bekundet, die EM in seinem Stadion auszutragen, ist raus. Für Nürnberg heißt das auch: Am Ende der Woche steht fest, wie viele andere Städte gerne auch Gastgeber der Europameisterschaft wären.

Mindestvoraussetzung ist eine Sitzplatzkapazität von 30.000 Zuschauern, das aktuelle Stadion des Zweitligisten 1. FC Nürnberg bietet insgesamt 50.000 Fans Platz. Am 15. September 2017 will der DFB entscheiden, mit welchen Arenen er sich bei der Europäischen Fußball-Union UEFA schließlich um das Turnier bewirbt. EM-Spiele im - wenn es dann so heißt - Max-Morlock-Stadion sind also durchaus denkbar.

Das Manko? "Man sitzt weiter weg"

Die Chancen, im Falle einer Bewerbung den Zuschlag zu bekommen, sind unklar. Das Stadion ist nach wie vor eines der größten Deutschlands. Einige potenzielle Mitkonkurrenten wie etwa Leizpig aber haben in den vergangenen Jahren aufgerüstet, während der Ausbau des Nürnberger Achtecks seit Jahren stockt.

Vogel kennt auch das größte Manko Nürnbergs: "Weil es kein reines Fußballstadion ist, sitzt man weiter weg." Einen Neubau für die EM - mit der Stadt Nürnberg als Bauherr - schließt der Zweite Bürgermeister aber aus. Vogel: "Wir haben nicht das modernste, aber ein sehr gutes Stadion."

Als Nächstes findet im April ein zweitägiger Workshop des Deutschen Fußball-Bunds statt. Dort wird den Städten mitgeteilt, welche Anforderungen, zum Beispiel an Infrastruktur, der DFB stellt. Danach heißt es: bewerben.

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Als das Nürnberger Stadion einmal Victory-Stadium hieß

Das "Max-Morlock-Stadion", der oft geäußerte Wunsch vieler Club-Fans, rückt näher. Die Arena des Altmeisters könnte bald schon nach der Vereinsikone, die Deutschland 1954 in Bern zum Weltmeister machte und für den FCN über 22 Jahre lang Treffer an Treffer reihte, benannt sein. Einen Sponsor gibt's bereits. Doch wie hieß die Spielstätte der Rot-Schwarzen eigentlich früher? Auf jeden Fall vielversprechend: Ausgerechnet Victory-Stadium tauften sie die Amis nach dem Zweiten Weltkrieg.


 

nie/tsr

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