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Frankenschnellweg: Der BN ätzt gegen Stadt Nürnberg

Naturschützer wollen nicht mehr der "Watschenmann" sein - 17.02.2017 14:56 Uhr

Der Streit um den Frankenschnellweg geht weiter. © Michael Matejka


Wie berichtet, stehen über dem ursprünglich in greifbarer Nähe erschienenen Vergleich zwischen dem BN und der Stadt wieder etliche Fragezeichen.Denn der BN hatte zuletzt neue Forderungen erhoben, die Nürnbergers Bürgermeister Christian Vogel (SPD) entsetzt zur Kenntnis nahm.

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Frankenschnellweg soll ausgebaut werden: Das sind die Pläne

"Weniger Stau, weniger Umweltbelastung und ein grüner Tunneldeckel": Mit diesen Worten wirbt die Stadt Nürnberg für den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs. In einer Ausstellung zeigen Grafiken, wie die verschiedenen Abschnitte einmal aussehen könnten. Wir haben sie in einer Bildergalerie zusammengefasst.


Dass dies noch während der laufenden Verhandlungen öffentlich wurde und der Bund Naturschutz für seine Nachforderungen unter anderem von Finanzminister Markus Söder (CSU) öffentlich gescholten wurde, bringt nun seinerseits die Naturschützer in Wallung. "Wir sind nicht nur über einen Schatten gesprungen, sondern über mehrere", sagte Weiger bei einem Pressegespräch. "Wir haben die Hand gereicht". Deshalb appellierte er eindringlich an die Stadt, "die Form der Verhandlungen zu wahren". BN-Landesgeschäftsführer Peter Rottner ergänzte, dass "man mit Freundlichkeit weiterkomme, vielleicht gilt das auch für die Stadt Nürnberg".

Das Beste für die Menschen im Ballungsraum

Der BN weiß, dass er auf lange Sicht kaum eine Chance hat, den Ausbau des Frankenschnellwegs in der jetzigen Planung ganz zu verhindern. Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof signalisiert. Vor diesem Hintergrund führe der BN die Vergleichsverhandlung mit "der zentralen Zielsetzung, für die Menschen im Ballungsraum, das Beste herauszuholen", so Weiger.

Ein zentrales Anliegen des Bund Naturschutz sei es, zu verhindern, dass über den ausgebauten Frankenschnellweg Lkw-Kolonnen rollen. Die Naturschützer wollen außerdem unter anderem ein Tempolimit von 60 km/h und bauliche Veränderungen an den Tunnelportalen, dass die Grenzwerte für Stickstoffoxide eingehalten werden können.

Stadt ist BN entgegen gekommen

Die Stadt ist dem Bund Naturschutz in vielen Punkten entgegengekommen - zum Beispiel beim Durchfahrtsverbot für Lkw über 7,5 Tonnen oder beim Tempolimit. Dass der BN zuletzt jedoch von der Stadt forderte, anstelle der ursprünglich angedachten 20 Millionen Euro insgesamt rund 100 Millionen Euro für die Förderung des Radverkehrs und den Ausbau des ÖPNV und für Lärmschutz auszugeben, hält die Stadt für "völlig überzogen".

Beide Seiten signalisierten aber weitere Verhandlungsbereitschaft. Freitagmittag kam es zu einem weiteren Gespräch zwischen BN und Bürgermeister Vogel.

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Ein Mammutprojekt: Die lange Geschichte des Frankenschnellwegs

Bereits in den 20er Jahren kam die Idee einer "neuzeitlichen Schnellstraße" zwischen Nürnberg und Fürth auf. Etwa 30 Jahre später lagen die ersten konkreten Pläne für den Bau des heutigen Frankenschnellweg vor - ein zur damaligen Zeit kolossales und millionenschweres Projekt.



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Sabine Stoll

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