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Geballter Einsatz für Frauen

Netzwerk „Mufffin“ kümmert sich um weibliche Anliegen - 06.03.2015 22:12 Uhr

Die Mitstreiterinnen des Frauennetzwerks „Mufffin“ demonstrierten im vergangenen Jahr vor der Lorenzkirche gegen sexistische Werbung. © Foto: PR


Die Sorgen und Nöte der Frauen sind Alltag für viele Nürnberger Einrichtungen, die spezifische Frauen- und Mädchenangebote haben. Während sich die einen um Flüchtlingsfrauen kümmern, haben die anderen Frauen mit Gewalterfahrung oder mit Essstörungen im Fokus. So breit das Spektrum ihrer Arbeit ist, diese Einrichtungen haben auch viel gemein: gleiche Ziele, aber auch gleiche Stolpersteine. „Noch gibt es keine Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen. Männer verdienen immer noch mehr, Elternzeit nehmen immer noch mehr Frauen in Anspruch“, sagt Laura Caramagno vom Internationalem Frauen- und Mädchenzentrum.

Zusammen mit 18 anderen Beratungsstellen und Initiativen gehört Caramagnos Einrichtung zu Mufffin. Dieses Zusammenschluss ist notwendig, betont die Sozialpädagogin: „Wir vernetzen uns, um uns gegenseitig zu unterstützen. Gemeinsam können wir auch mehr Öffentlichkeitsarbeit machen.“

Immer wieder sucht Mufffin die Öffentlichkeit. Gerade veranstaltet das Netzwerk in Nürnberg die sechsten Frauenfilmtage mit internationalen Spiel- und Dokumentarfilmen, die das Frausein aus einem feministischen Blickwinkel beleuchten. Auch am Internationalen Tag gegen Frauengewalt am 25. November zeigt das Muffin stets Flagge. Im vergangenen Jahr haben die Netzwerkerinnen gegen sexistische Werbung vor der Lorenzkirche demonstriert. Mit der eigenen Homepage hat Mufffin außerdem eine Platform mit vielen Informationen zu Angeboten und Veranstaltungen rund um Frauenthemen.

Fünf Mal im Jahr trifft sich das Muffin. „Aber auch außerhalb der Sitzungen stehen alle in einem intensiven Austausch per Telefon oder Mail“, betont Annelie Matthiesen, die die Arbeit des Netzwerkes koordiniert. Sie war von Anfang an dabei und weiß, wie es sich gewandelt hat. „Viele Themen sind gleich geblieben. Aber die Feminismusdiskussion ist nach einigen Jahren nun wieder stärker geworden. Und die Vernetzung untereinander ist intensiver geworden. Das kommt den Rat suchenden Frauen zugute“, freut sich die Mufffin-Koordinatorin.

Ein Dauerthema bleibt aber die oft wackelige Finanzierung der Fraueneinrichtungen, berichtet Matthiesen: „Angebote kosten mehr Geld. Bei manchen Organisationen ist es wichtig, Stellen zu schaffen, um die Arbeit nicht nur von Ehrenamtlichen machen zu lassen. Es kostet viel Zeit, die Finanzierung zu sichern.“ Zu dieser Problematik wie auch zu aktuellen öffentlichen Diskursen beziehen die Mufffin-Mitstreiterinnen wann immer es geht Stellung. „Wir sehen nach wie vor die Notwendigkeit einer Frauenbeauftragten, die sich auf politischer Ebene für Frauen einsetzt und bei der Stadt verankert ist“, sagt Laura Caramagno.

In Nürnberg ist Mufffin auf vielen Ebenen bekannt. Es gibt Empfehlungen für den Frauenförderpreis der Stadt Nürnberg und ist auch in städtischen Gremien vertreten. „Als Netzwerk sind wir anerkannt und haben einen guten Status bei der Stadt Nürnberg“, freut sich Annelie Matthiesen.

Mehr zu Mufffin sowie zum Programm der Frauenfilmtage unter

www.frauen-in-nuernberg.de 

Ella Schindler

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